«Ich hatte den Oscar nie im Visier»
Aktualisiert

«Ich hatte den Oscar nie im Visier»

Eine Oscar-
Nomination erhielt
«Die Herbstzeitlosen»
nicht. Dafür stehen die
Chancen sehr gut, dass
Bettina Oberli mit ihrem
Film heute den SF-
Publikumspreis kriegt.

Sind Sie enttäuscht, dass es mit der Oscar-Nomination nicht geklappt hat?

Bettina Oberli: Überhaupt nicht. Für mich war es schon eine grosse Überraschung, dass die Schweiz uns für den Oscar vorgeschlagen hat.

Trotzdem, einen Oscar wünscht sich jeder.

Als wir den Film machten, hatte ich den Oscar nie im Visier. Wir rutschten einfach in diesen immensen Erfolg hinein. Die Schweiz schlägt jedes Jahr einen Film für den Oscar vor, nur war die Aufmerksamkeit diesmal sehr gross.

Im Januar haben Sie ihren Film noch am Palm-Springs-Festival promotet.

Dies hatte mit dem Oscar-Vorschlag nichts zu tun. Das Festival hat uns eingeladen und wir haben dort vor allem Kontakte zu Verleihern geknüpft.

Wie wurde der Film bei den amerikanischen Zuschauern aufgenommen?

Sehr, sehr gut. Wir mussten sogar drei Zusatzvorstellungen absolvieren, und andere Festivals haben uns jetzt eingeladen. Auch in Deutschland und Österreich lief «Die Herbstzeitlosen» erfolgreich und schon bald startet er in Frankreich, Spanien und Japan.

Aurelia Forrer

SF-Filmpreis

Kurt Aeschbacher kürt heute in seiner Sendung die Gewinner des beliebtesten Schweizer Films. SF-Zuschauer wählten aus 14 Werken, darunter «Grounding» und «Die Herbstzeitlosen», ihren Favoriten. «Aeschbacher», 22.25 Uhr, SF 1.

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