Mann klagt nach Schwumm im Mannenweier in St. Gallen über Entenflöhe

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Entenflöhe«Ich hatte juckende Stiche am ganzen Körper»

Ein St. Galler klagt nach einem Badebesuch im Mannenweier über Juckreiz. Schuld dafür sind höchstwahrscheinlich Entenflöhe, die sich gerne in wärmeren Gewässern tummeln.

von
Leo Butie
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Ein News-Scout klagte nach dem Baden im St. Galler Mannenweiher über starken Juckreiz.

Ein News-Scout klagte nach dem Baden im St. Galler Mannenweiher über starken Juckreiz.

20Min/ma
Auch wenn er sich nach dem Schwimmen abduschte und sich gut abtrocknete: «Alles gemacht, nichts genützt», so der 38-jährige St. Galler.

Auch wenn er sich nach dem Schwimmen abduschte und sich gut abtrocknete: «Alles gemacht, nichts genützt», so der 38-jährige St. Galler.

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Entenflöhe sind für den Menschen harmlos, können aber einen Hautausschlag mit heftigem Juckreiz auslösen. 

Entenflöhe sind für den Menschen harmlos, können aber einen Hautausschlag mit heftigem Juckreiz auslösen. 

Privat

Darum gehts

  • Ein St. Galler berichtet, dass er in der vergangenen Woche zweimal mit Entenflöhen befallen war. 

  • Dies, nachdem er im St. Galler Mannenweiher für längere Zeit baden gegangen war. 

  • Die Stadt bestätigt, dass ein Badegast sich beim Badepersonal wegen Entenflöhen gemeldet hat.

  • Entenflöhe treten dort auf, wo das Wasser wärmer als 20 Grad wird und Wasservögel sowie -schnecken vorhanden sind.

Nebst der benötigten Abkühlung verspürte ein News-Scout vergangene Woche Juckreiz am ganzen Körper, nachdem er im Gemeinschaftsbad Dreilinden beim St. Galler Mannenweiher baden gegangen war. «Ich schwimme immer etwa 40 Minuten», sagt der 38-jährige St. Galler. Das sei vielleicht etwas zu lange, doch: «Danach hatte ich jedes Mal juckende Stiche am ganzen Körper.» Laut dem News-Scout handelt es sich dabei um Entenflöhe.

Am Montag vor einer Woche sowie am Samstag habe er das Jucken nach dem Schwimmen verspürt. «Es ist schon sehr unangenehm», sagt der St. Galler. In der Vergangenheit habe er bereits mehrere Male Entenflöhe gehabt. «Beim ersten Mal ging ich fast die Wände hoch», beschreibt der 38-Jährige den Juckreiz.

Deshalb wisse er auch, dass man sich nach dem Schwimmen abduschen und abtrocknen soll: «Alles gemacht, nichts genützt», resümiert er. Während das Jucken nach einer Stunde verschwinde, würden die Hautrötungen bis zu einer Woche sichtbar sein. 

Die Stadt will sensibilisieren

Wie es auf Anfrage von 20 Minuten heisst, hat sich bisher ein Gast am Samstag wegen Entenflöhen im Mannenweiher gemeldet. «Bis zum vergangenen Wochenende war es kein Problem», sagt Roland Hofer, Leiter der Bad- und Eisanlagen in St. Gallen. Letztmals wurden im Juni 2021 Entenflöhe im Kreuzweiher des Familienbades Dreilinden vermeldet.

Entenflöhe

Bei Entenflöhen handelt es sich um Larven von Entenparasiten. Sie sind rund einen Millimeter gross und fühlen sich besonders in flachen und warmen Gewässern wohl. Bei Menschen können die Flöhe einen Hautausschlag mit heftigem Juckreiz auslösen. Grundsätzlich sind Entenflöhe aber harmlos. Als Tipp empfiehlt Hofer, sich nach dem Baden kräftig abzureiben. Damit lassen sich die Flöhe teilweise abstreifen.

Gegen die Entenflöhe an sich kann nichts unternommen werden. «Die Stadt St. Gallen als Bäderbetreiberin kann gegen die Entenflöhe nicht aktiv eingreifen», so Hofer. Das Auftreten der Entenflöhe hänge mit der Wassertemperatur, die über 20 Grad Celsius betragen muss, sowie dem Vorkommen von Wasservögeln und Wasserschnecken zusammen. «Leider sind Entenflöhe ein bekanntes Ärgernis in Naturteichen und sie führen immer wieder mal zu Diskussionen.»

Nun will die Stadt den Schwimmerinnen und Schwimmern in den Drei Weieren das Thema Entenflöhe näherbringen. «Momentan bleibt der Stadt nun nichts mehr anderes übrig, als die Badegäste auf dieses Naturphänomen als Begleiterscheinung von warmem Sommerwetter hinzuweisen», sagt Hofer. 

Im vergangenen Jahr habe man die Gäste im Familienbad Dreilinden mittels einer Gästeinformation beim Eingang sensibilisiert. «Dies werden wir selbstverständlich auch im Gemeinschaftsbad Dreilinden machen.»

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