#Begernzen: «Ich hatte keine Zeit, es gegenlesen zu lassen»

Aktualisiert

#Begernzen«Ich hatte keine Zeit, es gegenlesen zu lassen»

Nationalratskandidatin Nadja Pieren erntete wegen eines Tippfehlers Spott und Häme. Sie zeigt sich gelassen: Es sei schön, Leute zum Schmunzeln zu bringen.

von
nel
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SVP-Frau und Kita-Gründerin Nadja Pieren will die Zuwanderung «begernzen».

SVP-Frau und Kita-Gründerin Nadja Pieren will die Zuwanderung «begernzen».

Screenshot Telebärn
Sie ist rosarot, lebt im Meer und ist der Glücksbringer von Kandidatin Tamara Michel (glp): Die «Meerjungsau».

Sie ist rosarot, lebt im Meer und ist der Glücksbringer von Kandidatin Tamara Michel (glp): Die «Meerjungsau».

Screenshot Telebärn
Wieder mit im Wahlkampf dabei ist natürlich Thomas Fuchs. Mit ihm tritt diesmal Maskottchen Willy an. Der Hund hat auch gleich einen eigenen Synchronsprecher und bellt in die Kamera.

Wieder mit im Wahlkampf dabei ist natürlich Thomas Fuchs. Mit ihm tritt diesmal Maskottchen Willy an. Der Hund hat auch gleich einen eigenen Synchronsprecher und bellt in die Kamera.

Screenshot Telebärn

Über die Forderung von Nationalratskandidatin Nadja Pieren, die Zuwanderung zu «begernzen», wurde in den sozialen Netzwerken herzlich gelacht. Der Tippfehler ist in einem Bewerbungsvideo für die Nationalratswahlen 2015 bei Telebärn zu sehen. Besondere Schadenfreude erntet der Buchstabentausch, weil sich Pieren stark in der Bildungs- und Ausländerpolitik engagiert.

Das Wort gewinnt durch die vertauschten Buchstaben einen komplett anderen Sinn: Statt einer harten «Grenze» springt den Ausländern nun ein willkommenheissendes «gern» entgegen.

Video war Plan B

Pieren staunte nicht schlecht, als sie sah, was die Verwechslung von zwei Buchstaben bewirkt hat. Sie wolle sich nicht rausreden oder eine Entschuldigung suchen, aber alles habe schnell gehen müssen. Denn eigentlich wollte sie ein ganz anderes Video einreichen: «Ich war am Samstag Fallschirmspringen und wollte einen Blick von oben zeigen, mit beiden Beinen auf dem Boden landen und dies in einer Message verarbeiten», so die 35-Jährige gegenüber 20 Minuten.

Da die Einreichfrist des Videos für Telebärn am Sonntag ablief und das Video nicht rechtzeitig bei ihr war, musste die Nationalratskandidatin improvisieren: «Ich hatte keine Zeit, es gegenlesen zu lassen.» Über den Tippfehler ärgert sie sich daher nicht. «Es ist schön, wenn ich andere zum Schmunzeln bringen kann. Und den Leuten, die unter die Gürtellinie gehen, kann ich nur sagen: Zum Glück seid ihr so perfekt und macht keine Fehler.» Fehler seien menschlich und sie habe schliesslich nie behauptet, dass sie perfekt sei. «Und lieber eine korrekte Botschaft mit einem kleinen Tippfehler als umgekehrt», so Pieren.

Medienpräsenz zahlt sich aus

Die Medienpräsenz hat sich für die Nationalratskandidatin bereits ausgezahlt: Mit ihrem Bewerbungsvideo lag die Kita-Leiterin am Mittwochnachmittag auf Platz 6 der beliebtesten Videobewerbungen.

Pieren ist es jedoch egal, auf welchem Rang sie sich befindet. «Wichtiger ist mir, dass man erkennt, wofür ich mich mit der SVP einsetze», erklärt sie.

Andernorts nimmt man Pieren weiterhin kräftig auf die Schippe:

Einige bieten der Nationalratskandidaten mit einem Augenzwinkern ihre Hilfe an:

Andere zweifeln hingegen an der Echtheit des Tippfehlers an:

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