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Stanislas Wawrinka«Ich hatte zwei sehr schwere Tage»

Und weiter ging der Krimi: Stanislas Wawrinka gewann seine Partie gegen Michail Kukuschkin. Die Erleichterung war dem Romand nach dem Sieg anzusehen.

von
Adrian Hunziker

Stanislas Wawrinka sagt, er sei durch die ganze Partie der bessere Spieler gewesen. (Quelle: 20 Minuten)

Die Weltnummer 3 hat sich gefangen. Stanislas Wawrinka fand endlich zu seinem druckvollen Spiel. Es dauerte aber rund zehn Sätze - das erste Einzel und das Doppel mit eingerechnet - bis Stan the Man endlich seinen Knopf lösen konnte. Die Erleichterung war nach dem Matchball und 3 Stunden 9 Minuten Spielzeit beim Romand, wie auch bei den Zuschauern, spürbar. Die Palexpo-Halle drohte vor lauter Jubel zu platzen.

Vor der Partie hatte das noch ganz anders ausgesehen. Sowohl das Publikum wie wohl auch Stan waren angespannt. «Ich kenne diese schwierigen Situationen, nicht aus dem Davis Cup, aber sonst von der Tour», sagte Wawrinka dazu, was vor dem Spiel in ihm vor sich ging. Er habe darüber aber nicht speziell mit Roger Federer und Teamcaptain Severin Lüthi gesprochen. «Ich habe im ersten Satz schon besser gespielt als er (Michail Kukuschkin, Anm. d Red.) und ich spielte aggressiv», bilanzierte der 29-Jährige. Zudem wusste er, dass es für den Kasachen schwierig sein würde, sein Level über fünf Sätze zu halten. Dem war letztlich auch so.

Dank Stans Aggressivität kam sein Gegner im ganzen Spiel zu keiner Breakmöglichkeit. «Aber Kukuschkin spielte auf seinem höchsten Niveau.» Doch Wawrinka zeigte sich auch selbstkritisch. Er übernahm einen Grossteil der Schuld an der Niederlage im Doppel. «Es waren zwei sehr schwere Tage.» Jetzt sei er aber sehr zufrieden mit seinem Sieg, sagte Stan the Man und wetzte aus dem Presseraum zurück in die Halle. Dort unterstützte er Roger Federer in seinem letzten Spiel moralisch von der Bank aus. Das half offenbar, denn Fedex wurde seinem Namen gerecht und erledigte seine Aufgabe in drei Sätzen.

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