Aktualisiert 03.10.2011 22:10

Marc Reichert«Ich helfe gerne hinten aus»

Mal vorne, mal hinten: Doch Berns Stürmer Marc Reichert mag sich über die sporadische Versetzung in die Verteidigung nicht beklagen.

von
Peter Berger
Marc Reichert (r.): Gelernter Stürmer und «Verteidiger-Notnagel». (KEY)

Marc Reichert (r.): Gelernter Stürmer und «Verteidiger-Notnagel». (KEY)

Der SC Bern hat immer noch einen Notstand an Verteidigern. Als Nächstes fällt Travis Roche aus. Der Kanadier muss wegen eines angebrochenen Hand­wurzelknochens drei Wochen pausieren. Dafür sollte morgen gegen Ambri Philippe Furrer zurückkehren.

Damit stünden erneut nur sechs Abwehrspieler zur Verfügung. Und sollte Johann Morant wieder das Gefühl haben, er müsse sich mit einer Prügelei (wie gegen Langnaus Pascal Pelletier) eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandeln, käme definitiv wieder die Zeit für «Notnagel» Marc Reichert.

Den 31-jährigen Stürmer stört die Versetzung nicht. «Ich helfe gerne hinten aus», sagt der frühere Nationalspieler. Bereits mehrmals musste er in der laufenden Saison diese ­Jokerrolle übernehmen. «Deshalb erschrecke ich nicht mehr, wenn mir Coach Larry Huras während einer Partie sagt, ich solle nach hinten.» Er könne mittlerweile mit der neuen Aufgabe umgehen.

Reichert verheimlicht aber nicht, dass er für Tipps und Zurufe des Verteidiger-Partners (meistens Beat Gerber) froh ist. «Solche Unterstützung hilft mir. Denn ich habe als Verteidiger noch viel Potenzial», sagt er und schmunzelt. Selber fühlt sich der grosse und kräftige Flügel noch nicht reif, um einem gelernten Defensivspieler Anweisungen zu geben. «Nein, Tipps geben, kann ich definitiv nicht.»

Morgen dürfte Reichert wieder im Sturm beginnen. Dort läuft es ihm eigentlich gut. Mit drei Saisontoren hat er schon die Hälfte seines letztjährigen Totals erreicht.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.