Aktualisiert 16.05.2010 17:58

Fanta-Smudo«Ich höre gern Sido, der hat was»

Die Väter des deutschen Raps, Die Fantastischen Vier, sind zurück mit einer neuen Platte: «Für dich immer noch Fanta Sie». 20 Minuten traf And.Ypsilon und Smudo.

von
Milos Mihajlovic

Was jetzt: Fanta Sie oder Fanta Du? Sind wir nun per Sie oder per Du?

Smudo: Also, privat schon «Sie». (lacht)

And.Ypsilon: Wir hatten vor einiger Zeit eine unserer ganzheitlichen, rosa angehauchten Eingebungen, die ging so: «Probierts doch mal mit Fanta-Sie.» (lacht)

Dieses feine Wortspiel passt nicht zu den harten Texten anderer deutscher Rapper wie Sido oder Bushido. Ihr disst nicht und seid auch keine Gangster. Liegt das an eurer wohlbehüteten Kindheit?

Smudo: Na ja, das auch. Aber wir hatten nie den Anspruch, unser Image mit von schlechten Vibes belegtem Lifestyle zu verderben. Wir haben einen grossen künstlerischen Anspruch. Trotzdem: Ich höre gern Sido, der hat was.

Als ihr mit Rappen angefangen habt, hiess eure Band Terminal Team und eure Texte waren noch auf Englisch. Wieso?

And.Ypsilon: Yes! Englisch und Deutsch. Damals waren Smudo und Thomas D auf USA-Reise, um die Hip-Hop-Kultur vor Ort anzuschauen. Dort wurde beiden klar, dass es nur Sinn macht, in der eigenen und nicht in einer fremden Sprache zu rhymen.

Nach Terminal Team kam Fanta 4. Damals war eure erste Bühne ein Kindergarten, wieso das?

Der Kindergarten war am Wochende auch eine Partylocation, darum durften wir dort die Bude rocken.

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