Bancomat-Sprengung in Aesch: «Ich hörte drei Explosionen»

Aktualisiert

Aesch BLWegen Bancomat-Sprengung – fast acht Stunden blieb alles abgeriegelt

Zwei Bancomaten der Basellandschaftlichen Kantonalbank in Aesch wurden am Freitagmorgen gesprengt. Um 4.30 Uhr mussten Anwohnende ihre Wohnungen verlassen. Bis kurz vor Mittag waren Hauptstrasse und Tramlinie gesperrt.

von
Jonas Bucher
Vanessa Travasci

Die Explosionen waren auch im benachbarten Dornach SO zu hören.

20min/News-Scout

Darum gehts

«Die Anwohnenden durften kurz vor Mittag wieder ihre Wohnungen betreten», sagt Polizeisprecher Paul Steffen gegenüber 20 Minuten. Am Freitagmorgen, kurz vor vier Uhr, sei bei der Baselbieter Polizei die Meldung eingegangen, dass es zum Aufbruch von zwei Bancomaten an der Hauptstrasse in Aesch gekommen sei. Die Explosionen hätten laut Medienmitteilung einen «massiven Sachschaden» verursacht, aber keine Verletzten. Während des Einsatzes mussten die Wohnungen über der Bank evakuiert werden. Ebenfalls waren die Hauptstrasse und die Tramlinie gesperrt.  

«Es wurden keine weiteren Sprengsätze gefunden. Somit konnte nach ungefähr siebeneinhalb Stunden Entwarnung gegeben werden», so Steffen. In der Zeit seien die Anwohnenden von der Feuerwehr untergebracht worden. Geschäfte in unmittelbarer Nähe mussten in der Zeit ebenfalls geschlossen bleiben.

News-Scouts berichteten übereinstimmend von drei Explosionen. «Es hat brutal geknallt», sagte eine News-Scout gegenüber 20 Minuten. «Es ging mir richtig unter die Haut. Mein Hund, ein Cane Corso, kam winselnd zu mir. Mir war klar, hier muss etwas Gröberes passiert sein», sagte die News-Scout weiter. Sie wohne keine 300 Meter vom Geschehen. Dass so eine Explosion in unmittelbarer Nähe passierte, mache der 52-Jährigen Angst.

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So sah die Zerstörung am Freitagmorgen bei Tageslicht aus.

So sah die Zerstörung am Freitagmorgen bei Tageslicht aus.

News-Scout
Die Polizei bestätigt die vorübergehende Schliessung der umliegenden Betriebe. Ebenfalls mussten die Wohnungen über der Bank evakuiert werden.

Die Polizei bestätigt die vorübergehende Schliessung der umliegenden Betriebe. Ebenfalls mussten die Wohnungen über der Bank evakuiert werden.

BRK
Die Bancomat-Sprengung hat die Fassade des Gebäudes stark beschädigt.

Die Bancomat-Sprengung hat die Fassade des Gebäudes stark beschädigt.

20min/News-Scout

Im Einsatz standen Feuerwehr, die Polizei Basel-Landschaft und Sprengstoff-Spezialisten des Bundes.  Die Baselbieter Polizei habe in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft und der Bundespolizei Fedpol entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Zudem sei die Bundesanwaltschaft über den Vorfall informiert worden.

«Derzeit können weder zur Täterschaft noch zum Deliktsbetrag etwelche Angaben gemacht werden», wird weiter vermeldet. Menschen, welche sachdienliche Hinweise (Personen, Fahrzeuge) geben können, werden gebeten, sich bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft in Liestal (061 553 35 35) zu melden. 

Bereits im März 2021 kam es in Aesch zu einer Explosion. Da wurde ein Bancomat der UBS beim Gartenbetrieb «Landi» in die Luft gejagt. 

Vorgehen wird immer brutaler

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