Aktualisiert 28.02.2012 14:43

Nati-Trainer Hitzfeld

«Ich hoffe, dass Messi diesmal enttäuscht»

Das Jahr 2011 stand im Zeichen des Umbruchs. Im Fussballjahr 2012 heisst das Ziel der Schweizer Nati «Konsolidierung», wie Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld sagt.

von
Eva Tedesco

Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld äussert sich im Vorfeld des Testspiels gegen Argentinien zu den Zielen 2012 und zu Lionel Messi. (Video: 20 Minuten Online)

Der Fahrplan steht. Die Nati startet mit dem Leckerbissen gegen Argentinien ins neue Fussballjahr. Danach folgen die Testspiele gegen den WM-Dritten Deutschland (26. Mai in Basel) und Rumänien (30. Mai in Luzern). Ab 7. September gilt es für die Equipe von Nati-Coach Ottmar Hitzfeld mit der WM-Qualifikation für die Teilnahme an der Endrunde in Brasilien 2014 mit dem ersten Ernstkampf gegen Slowenien ernst.

«Wir haben bewusst attraktive Gegner ausgesucht», sagt Hitzfeld, «um mit der jungen Mannschaft weiter Fortschritte zu machen und auch, damit ich sehe, wie sich die Spieler weiterentwickelt haben.» Nach dem radikalen Umbau der Mannschaft aufgrund der zahlreichen Rücktritte von routinierten Spielern im abgelaufenen Jahr steht für den Lörracher das neue Fussballjahr im Zeichen «des Aufbruchs und für eine erfolgreiche Zukunft». Das neuformierte und junge Team soll Erfahrung sammeln und sich einspielen. Und es gehe auch darum, die Automatismen zu schulen. «Damit wir im ersten Spiel in Slowenien gewappnet sind.»

Wie will Hitzfeld Messi stoppen?

Der erste Härtetest 2012 für das Kollektiv steht am Mittwoch gegen Argentinien an. Hitzfeld: «Argentinien spielt einen aggressiven Fussball, es ist körperlich und technisch sehr stark. Der wichtigste Punkt, den ich mit der Mannschaft besprechen werde, wird das schnelle Umschalten von der Defensive in die Offensive sein. Unser Passspiel aus dem Mittelfeld nach vorne muss besser werden.» Die meisten Tore auf internationaler Ebene, weiss Hitzfeld, fallen heutzutage nach dem schnellen Ballgewinn und das werde er vor dem Spiel gegen den zweifachen Weltmeister (1978, 1986) ansprechen.

Und wie will Hitzfeld Superstar Lionel Messi stoppen? «Das fragen sich wohl viele», so Hitzfeld. «Aber es gibt wohl wenige Antworten. Wenn überhaupt, geht das nur gemeinsam. Wenn der erste Spieler verteidigt und der zweite, dann muss schon der dritte warten, sonst sind seine Sololäufe nur selten zu stoppen.»

Messi ist ein Phänomen

Hitzfeld: «Messi ist ein Phänomen und ist mit Pelé und Maradona zu vergleichen.» Es sei eine Freude, den Barça-Star spielen zu sehen und nicht umsonst sei Messi wiederholt zum Weltfussballer des Jahres gewählt worden. «Ob wir gegen ihn zum Spielen kommen – weiss ich nicht. Für die Zuschauer ist er eine Attraktion. Ich hoffe, dass sie diesmal von Messi etwas enttäuscht sein werden ...», sagt der 63-Jährige mit einem Augenzwinkern.

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