Heiss auf Cupfinal: «Ich hoffe, der eine oder andere Knoten ist gelöst»

Aktualisiert

Heiss auf Cupfinal«Ich hoffe, der eine oder andere Knoten ist gelöst»

GC gewinnt in Sion 4:0 und holt sich mit dem ersten Sieg gegen die Walliser in der laufenden Meisterschaft viel Selbstvertrauen für den Cupfinal am Montag gegen den FC Basel.

von
Eva Tedesco

GC besiegt Sion 4:0 und hat sich für den Cup-Hit gegen den FCB warmgeschossen. Trainer Uli Forte: «Wir werden einen guten Cupfinal spielen.» (Video: 20 Minuten)

Der Sound in der Garderobe ist bis zum Anschlag hochgeschraubt. Die Drums and Beats dröhnen durch die Gänge und erschüttern das alte Tourbillon bis in die Grundmauern. GC feierte seinen ersten Sieg in der aktuellen Meisterschaft gegen den FC Sion. Aber wohl noch mehr die Erleichterung, dass man drei wichtige Punkte einfahren konnte, die GC braucht, um Platz zwei gegen den Tabellendritten St. Gallen (spielt am heute in Thun) zu verteidigen. Denn «das wäre das Schlimmste, wenn wir uns überholen lassen müssen», hat Trainer Uli Forte vor dem Spiel im Wallis gesagt.

Die Erleichterung stand auch Forte ins Gesicht geschrieben, denn nach dem «Chlapf» beim FC Sion wusste keiner im Zürcher Lager so recht, was für ein Gegner GC im Wallis erwarten wird. Von Wiedergutmachung und einer Trotzreaktion auf die Niederlage in der Ostschweiz war bei Sion dann aber nichts zu bemerken. «Dennoch musste die Partie erst gespielt werden», so Forte nach dem 4:0-Sieg. «Wir konnten nicht von Anfang an verlangen, dass schon klar ist, wer die drei Punkte bekommt. Aber ich habe mir schon erhofft, dass wir uns durchsetzen, als ich die Spielerliste gesehen und den einen oder anderen U21-Spieler darauf entdeckt habe. Trotz allem hat meine Mannschaft eine reife Leistung erbracht und sich für die unglückliche Niederlage im Derby am Sonntag revanchiert.»

Solid, konsequent und für einmal effizient

Der Korrektheit halber muss aber gesagt sein, dass GC gegen das erschreckend schwache Sion ein entsprechend leichtes Spiel hatte und sich sogar leisten konnte, Captain Vero Salatic und Izet Hajrovic für den Cupfinal am Montag zu schonen. GC spielte dennoch solid, suchte konsequent den Sieg und war für einmal auch effizient. In den letzten fünf Partien hatten die Zürcher lediglich drei Treffer erzielt.

Ausgerechnet in der Generalprobe vor dem Cup-Hit traf GC nun gleich vierfach: Shkelzen Gashi (25.), Steven Zuber (32.), Anatole (64.) und Mergim Brahimi (91.) sorgten für den Sieg in verdienter Höhe und sicherten vorerst einmal den 2. Tabellenplatz, der diesmal für die Qualifikation für die Champions League berechtigt. Zuber beendete mit seinem Treffer zudem nach 206 Tagen seine Torflaute. Der Flügelspieler hatte zuletzt am 21. Oktober 2012 beim 3:2 gegen YB getroffen.

Einstimmung auf den Cupfinal im Wallis

«Ich hoffe, dass dieses Resultat beim einen oder anderen nun den Knoten gelöst hat», so Forte. «Ich bin überzeugt, dass wir am Montag einen guten Cupfinal spielen werden.» Um den Biorhythmus nicht durcheinanderzubringen, hat GC die Nacht von Donnerstag auf den Freitag in einem Hotel im Wallis verbracht. Nach einem «schönen Nachtessen» (Zuber) und einer «leichte Trainingseinheit» (Forte) im Wallis, kehrt GC erst am Freitagnachmittag nach Zürich zurück. «Ich wollte nicht, dass die Spieler bis drei Uhr Morgens im Car sitzen», so Forte.

Bis Montag steht Regeneration, ein geschlossenes Training am Samstag im GC-Campus und ein Abschlusstraining am Sonntagabend im Stade de Suisse auf dem Programm.

Deine Meinung