Bastian Baker auf dem Eis: «Ich hoffe, die Zuschauer werden skeptisch sein»
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Bastian Baker auf dem Eis«Ich hoffe, die Zuschauer werden skeptisch sein»

Der Schweizer Musiker Bastian Baker ist zurück beim Eishockey-Club HCV Martigny. 2011 hat er dort seine Karriere beendet. 20 Minuten hat er verraten, wieso er sich wieder aufs Eis wagt.

von
Gregory Beaud
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Bastian Baker spielt ab der neuen Saison beim HCV Martigny als Stürmer. Der Sänger gibt sein Comeback in der dritthöchsten Spielklasse der Schweiz.

Bastian Baker spielt ab der neuen Saison beim HCV Martigny als Stürmer. Der Sänger gibt sein Comeback in der dritthöchsten Spielklasse der Schweiz.

IIHF
Er hat schon in seiner Jugend bei diesem Verein gespielt und mit 20 Jahren sein letztes Spiel für den HCV Martigny absolviert.Nun kehrt der Popsänger aufs Eis zurück.

Er hat schon in seiner Jugend bei diesem Verein gespielt und mit 20 Jahren sein letztes Spiel für den HCV Martigny absolviert.Nun kehrt der Popsänger aufs Eis zurück.

Instagram/bastianbaker
Seine Freunde beim Verein haben ihn während der Corona-Zeit überzeugt, wieder zu spielen. 

Seine Freunde beim Verein haben ihn während der Corona-Zeit überzeugt, wieder zu spielen.

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Darum gehts

  • Bastian Baker (29) spielt wieder Eishockey.
  • Der Sänger ist zurück beim HCV Martigny in der Mysports League.
  • Ein Spiel konnte er bisher noch nicht spielen.

Als er sich 2011 entschied, seine Schlittschuhe an den Nagel zu hängen, war Bastian Baker noch als Bastian Kaltenbacher bekannt. Im Alter von nur 20 Jahren hatte er sich der Musik zugewandt. Im September desselben Jahres veröffentlichte der Musiker sein erstes Album. Diesen Donnerstag kündigte er an, dass er wieder beim HCV Martigny in der Mysports League auflaufen wird. Von wo kommt dieser Ehrgeiz?

Bastian, warum nimmst du mit 29 Jahren deine Sportkarriere wieder auf?

Ich weiss, dass es überraschend ist und nicht auf der Hand liegt. Aber im Jahr 2020 kann alles passieren. Also warum nicht wieder mit Hockey anfangen? Tatsächlich war die Corona-Situation der Auslöser. Durch all die abgesagten Konzerte hatte ich wieder sehr viel Freizeit. Ich nutzte diese, um in Form zu kommen, und ging mit ein paar Freunden wieder zum Training. Als ich merkte, dass alles gut lief, wurde es ernster.

Die Mysports League hat ein hohes Niveau. Macht dir das keine Angst?

Ich rede sehr viel mit dem Trainer, und er zeigt mir, dass ich viel Raum für Verbesserungen habe. Viel mehr als meine Teamkollegen. Aber ich habe das Gefühl, dass ich langsam wieder ins Spiel finde. Ich freue mich, für ein Spitzenteam wie Martigny auflaufen zu können.

Wie wurdest du in der Garderobe begrüsst?

Sehr gut. Sami el Assaoui und David Delessert kenne ich schon lange. Wir haben zusammen in der Walliser-Auswahl gespielt, als ich zwölf Jahre alt war. Sie sind wie Brüder für mich, und sie haben mich auch hierhergebracht. Mit Jérémy Gailland und Romain Seydoux habe ich in der Jugend von Lausanne gespielt. Es gibt also einen kleinen Kern von Spielern, die ich bereits gut kenne. Die anderen haben mich auch herzlichst begrüsst, und die Atmosphäre in der Garderobe ist ausgezeichnet.

Hast du bereits ein Vorbereitungsspiel mit deinem neuen Verein bestritten?

Nein, leider noch nicht. Ich führe häufig Gespräche mit dem Trainer, um meine Form und den richtigen Zeitpunkt für mein Debüt zu finden. Ich habe noch einen guten Monat Training vor mir, bevor ich wieder in Schwung kommen kann. Dies passt gerade perfekt.

Keystone

Verstehst du, dass dein Comeback mit einer gewissen Skepsis aufgenommen wird?

Natürlich tue ich das. Ich hoffe, die Leute sind skeptisch. Aber ich mache mir keine Illusionen, und ich weiss, dass ich hart arbeiten muss, wenn ich spielen will. Ich sehe schon jetzt, dass das Training nicht immer nur Spass macht.

Was für ein Spieler bist du, und was kannst du in diese Mannschaft einbringen?

Ich bin ein Stürmer. Ich kann sowohl Mitte als auch Flügel spielen. Ich bin bereit, Verantwortung im Team zu übernehmen. Was den Rest betrifft, so hoffe ich, dass wir ein grosses Abenteuer erleben und unsere Ziele erreichen werden.

Wie steht es mit den Konzerten?

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind ab 1. Oktober möglich. Aber konkret wissen wir nicht wirklich, was in der Zukunft passieren wird. Wir werden noch eine Weile mit dieser Situation leben, und deshalb habe ich die Entscheidung getroffen, wieder Eishockey zu spielen. Werde ich irgendwann einen Interessenkonflikt in meiner Agenda haben? Ja, das sicher, und das wurde bereits mit dem Club besprochen. Die Musik bleibt meine Priorität und mein Beruf.

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