Jeff Saibene: «Ich hoffe jetzt auf die Wende»
Aktualisiert

Jeff Saibene«Ich hoffe jetzt auf die Wende»

Im Letzigrund geht es um drei Punkte, Platz 4 und um den Europa-Cup. St. Gallens Trainer Jeff Saibene vor dem Direktduell gegen den FC Zürich.

von
E. Tedesco
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Sonntag, 12. April 2015
Sonntag, 12. April 2015

Der Klassiker zwischen Basel und dem FCZ wird von einem Spielunterbruch nach Petarden-Würfen überschattet.

Keystone/Patrick Straub
Schiedsrichter Sascha Amhof unterbricht das Spiel in der zweiten Halbzeit beim Stand von 3:1.

Schiedsrichter Sascha Amhof unterbricht das Spiel in der zweiten Halbzeit beim Stand von 3:1.

Keystone/Georgios Kefalas
Zusammen mit den beiden Teams kommt der Schiedsrichter zum Schluss, dass die Sicherheit im St. Jakob-Park nicht mehr gewährleistet ist.

Zusammen mit den beiden Teams kommt der Schiedsrichter zum Schluss, dass die Sicherheit im St. Jakob-Park nicht mehr gewährleistet ist.

Claudia Minder/freshfocus

Da war er wieder, der FCSG aus der Vorrunde. Nach vier Niederlagen (inklusive Cup) in Folge konnten die Ostschweizer letzte Woche endlich wieder gewinnen und besiegten den Tabellenzweiten YB 3:1. «Wir haben ein gutes erstes und zweites Quartal gespielt. Das dritte war schlecht. Jetzt hoffe ich auf die Wende», sagt Jeff Saibene.

12 Punkte (3 Siege, 3 Remis) holte St. Gallen im ersten Quartal. 17 Zähler (5 Siege, 2 Remis) waren es im zweiten Viertel. Der Absturz kam nach der Winterpause im dritten Quartal schafften die Espen nur mehr magere 9 Punkte (2 Siege, 3 Remis).

Jeff Saibene, für Ihren FC St. Gallen kam der Bruch am 7. Februar mit einem 1:4 gegen den FC Zürich. Inzwischen steckt der FCZ im Tief. Kommt die Krise der Zürcher gerade recht?

Jeff Saibene: Schwierig zu sagen, denn wir sind vor dem Sieg gegen YB vergangene Woche in einer ähnlichen Situation gewesen. Sicher fahren wir mit Aufwind und Selbstvertrauen nach Zürich. Aber bei Problemen wie aktuell beim FCZ können die Nerven in einer Mannschaft schnell blank liegen. Das hätte uns auch passieren können.

Die Rückrunde verlief auch für den FCSG schlecht und vor dem YB-Spiel hat Ihre Mannschaft viermal in Folge verloren.

Der Stress und der Druck steigen, die Spieler wollen es das nächste Mal unbedingt besser machen. Gott sei Dank haben wir im Klub Solidarität gespürt und konnten in Ruhe arbeiten. Das ist in der Ostschweiz wohl anders als im Zürcher Umfeld.

Beim FCZ haben die Nerven zu Disziplinlosigkeiten auf dem Platz geführt. Sie haben oft die individuellen Fehler in ihrer Mannschaft moniert. Lag das auch an den Nerven?

Wir haben zu viele Fehler im Ballbesitz gemacht und auch bei ruhenden Bällen waren wir oft unkonzentriert. Die mangelnde Konzentration kann man vielleicht darauf zurückführen. Aber man weiss oft nicht, warum es gut läuft, und genauso wenig gibt es immer Antworten, wenn es nicht läuft. Fakt ist, dass wir daran gearbeitet haben, um das abzustellen.

Der Sieg gegen YB gibt Selbstvertrauen, sagen Sie. Wie nachhaltig ist das?

Ich hoffe jetzt auf die Wende. Wir wollen nach dem schlechten dritten Quartal im letzten Viertel eine gute Rolle spielen.

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