Aktualisiert 15.12.2010 19:12

Dubé zu Fribourg«Ich hoffe, wir einigen uns noch vor Weihnachten»

Schillerfalter Christian Dubé (33) verlässt den SC Bern nach neun Jahren. Er sagt im Interview mit 20 Minuten Online, warum es seine Entscheidung war, Bern zu verlassen.

von
Klaus Zaugg
Christian Dubé: Unterschrieben ist noch nichts, aber Fribourg ruft.

Christian Dubé: Unterschrieben ist noch nichts, aber Fribourg ruft.

20 Minuten Online: War es Ihre Entscheidung Bern zu verlassen oder müssen Sie gehen?

Christian Dubé: Der SC Bern hatte die Option, meinen Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern. Die letzte Entscheidung lag also beim SCB. Aber ich habe Sven (SCB-Sportchef Sven Leuenberger - die Red.) schon vor längerer Zeit gesagt, dass ich eine neue Herausforderung suchen möchte. So gesehen ist es eigentlich meine Entscheidung. Wir hatten sehr gute Gespräche und es gibt keine negativen Gefühle.

Sie haben vor neun Jahren auch den HC Lugano zum richtigen Zeitpunkt verlassen und nach Bern gezügelt.

Das stimmt, aber die Situation ist nicht vergleichbar. Damals hatten wir in Lugano zweimal hintereinander den Final verloren und es hiess mehr oder weniger offen, ich sei ein Grund für die Niederlagen. Das hat mich im Stolz getroffen und ich habe eine neue Herausforderung gesucht und in Bern gefunden. Bern verlasse ich hingegen ohne Bitternis: Ich blicke auf eine wunderbare Zeit und zwei gewonnene Meisterschaften zurück. Ich gebe bis zum Schluss alles für den SCB, ich hoffe auf einen dritten Titel und ich werde mit den besten Erinnerungen und Gefühlen den SCB verlassen.

Sie verlassen den SC Bern. Könnte es sein, dass Sie aber die Stadt Bern nicht verlassen?

Ich hoffe, dass es so sein wird. Es gefällt meiner Familie und mir sehr gut in Bern und es stimmt, dass wir weiterhin in dieser Stadt leben möchten.

Wann unterschreiben Sie also beim HC Fribourg-Gottéron?

Ich hoffe, wir einigen uns noch vor Weihnachten. Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass wir miteinander verhandeln. Es geht jetzt noch darum, dass wir uns über die Vertragsdauer und die finanziellen Details einigen.

Sie möchten einen Vertrag über drei oder vier Jahre?

Ja. Ich hatte eine schwierige letzte Saison. Aber jetzt fühle ich mich wie mit 25. Mein Herz ist noch jung und ich möchte bis 40 spielen. Ich suche eine neue Herausforderung und ich fühle mich stark genug, um eine zentrale Rolle in einer Mannschaft zu spielen. Klar, ich unterschreibe keinen Einjahresvertrag, mein Ziel ist ein Vertrag über drei oder vier Jahre. Aber letztlich muss es für Fribourg und mich stimmen.

Ist Trainer und Sportchef Serge Pelletier ein wichtiger Grund für den Wechsel zu Fribourg?

Damit wir uns richtig verstehen: Unterschrieben ist noch nichts. Aber es ist so: Serge Pelletier ist ein wichtiger Grund, warum ich überhaupt mit Fribourg verhandle. Ohne Serge gäbe es möglicherweise gar keine Verhandlungen. Wir kennen uns seit Jahren, er war Assistenz-Trainer, als ich in Lugano spielte und er verbringt den Sommer in Kanada ganz in meiner Nähe.

Unterschreiben Sie also bei Serge Pelletier oder bei Fribourg-Gottéron?

Ich würde mich freuen, für Serge spielen zu können. Aber ich bin lange genug im Eishockey um zu wissen, dass ich als Spieler nicht beim Coach, sondern bei einem Eishockeyunternehmen einen Vertrag unterschreibe.

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