Aktualisiert 06.07.2016 21:53

Stimmen zum Halbfinal«Ich hoffe, wir müssen nicht wieder weinen»

Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen freuen sich über den Einzug in den EM-Final. Der Superstar der Portugiesen blickt aber auch zurück.

von
fal
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Überglücklich: Bis vor heute Abend ist das Turnier der Portugiesen mässig verlaufen – nun stehen sie doch im Final. (6. Juli 2016)

Überglücklich: Bis vor heute Abend ist das Turnier der Portugiesen mässig verlaufen – nun stehen sie doch im Final. (6. Juli 2016)

AFP/Paul Ellis
Niedergeschlagen: Wales hat ein hervorragendes Turnier gespielt, am Ende scheitern die Briten aber standesgemäss an den Portugiesen.

Niedergeschlagen: Wales hat ein hervorragendes Turnier gespielt, am Ende scheitern die Briten aber standesgemäss an den Portugiesen.

kein Anbieter/Stu Forster/Getty Images
Voller Inbrunst in den Final: Nach 2004 steht Portugal das zweite Mal im Endspiel einer Europameisterschaft.

Voller Inbrunst in den Final: Nach 2004 steht Portugal das zweite Mal im Endspiel einer Europameisterschaft.

kein Anbieter/Matthias Hangst/Getty Images

Matchwinner Cristiano Ronaldo zog nach dem 2:0-Erfolg gegen Wales keine euphorische, aber eine zufriedene Bilanz. «Wir haben es geschafft. Es war ein langer Weg, wir mussten kämpfen, durch schwierige Zeiten gehen.» Aber das Team habe sich gut entwickelt. «Der Traum kann jetzt Wirklichkeit werden. Ich hoffe, wir gehen am Sonntag lachend vom Platz und müssen nicht weinen wie vor zwölf Jahren.» 2004 hatte EM-Gastgeber Portugal mit einem damals jungen Cristiano Ronaldo den Final gegen Otto Rehhagels hausbackene griechische Defensivkünstler 0:1 verloren.

Der portugiesische Verteidiger Cédric, Arbeitnehmer von Southhampton, untermauerte die gute Stimmung im portugiesischen Lager. «Wir sind sehr glücklich. Es ist fantastisch. Alle Spieler haben zusammengehalten.» Sie hätten zu Beginn abwartend gespielt und auf Konter gelauert. «Im Final kann nun alles passieren. Ich hoffe, wir gewinnen.»

Der Dank des Teamleaders an die Fans

Anders verhielt sich die Gemütslage bei den Verlierern, deren Fussball-Märchen in Frankreich zu Ende ging. Gareth Bale meinte: «Wir sind natürlich enttäuscht. Wir müssen aber auch stolz sein auf das, was wir erreicht haben. Wir haben auf und neben dem Platz hart gearbeitet. Wir haben versucht, jeden Augenblick im Turnier zu geniessen.»

Und wie schon die isländischen Spieler nach dem Viertelfinal-Aus gegen Frankreich erinnerte sich der walisische Stürmer von Real Madrid an die fröhlichen und stimmungsfreudigen Anhänger. «Unsere Fans waren unglaublich. Wir möchten ihnen danken für den Support. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Es tut uns leid, dass es nicht für den Final gereicht hat. Aber wir haben alles gegeben.» (fal/sda)

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