Nati-Spieler Grégory Hofmann nach Klatsche gegen Schweden
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Grégory Hofmann nach Klatsche«Ich hoffe, wir treffen im Halbfinal wieder auf die Schweden»

Die Eishockey-Nati wurde von Schweden deklassiert. Nun wird der Fokus wieder nach vorne gerichtet. Am Donnerstag wartet die Slowakei auf Grégory Hofmann und Co.

von
Sven Forster
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Grégory Hofmann und die Schweizer Nati bekamen gegen die Schweden eine aufs Maul. 

Grégory Hofmann und die Schweizer Nati bekamen gegen die Schweden eine aufs Maul.

Claudio Thoma/freshfocus
Der Meister-Stürmer konnte die Niederlage nicht erklären. 

Der Meister-Stürmer konnte die Niederlage nicht erklären.

Claudio Thoma/freshfocus
Angst vor den Skandinaviern hat Hofmann aber nicht. Er hofft, im Halbfinal wieder auf die Schweden zu treffen. 

Angst vor den Skandinaviern hat Hofmann aber nicht. Er hofft, im Halbfinal wieder auf die Schweden zu treffen.

Claudio Thoma/freshfocus

Darum gehts

  • Gegen Schweden setzte es für die Hockey-Nati die erste Niederlage an der WM.

  • Stürmer Grégory Hofmann will nun den Fokus wieder nach vorne legen.

  • Angst habe er vor den Schweden nicht. Im Verlauf des Turniers hofft er sogar, dass die «Tre Kronor» wieder der Gegner ist.

Gleich mit 0:7 wurde die Schweizer Hockey-Nati an der WM in Riga von den Schweden vermöbelt. Das schwedische Möbelhaus Ikea setzte anschliessend einen Tweet ab: «Es bleibt uns – leider einmal mehr – wohl nichts anderes übrig, als unserem Bedauern Ausdruck zu geben und uns irgendwie für unser Herkunftsland zu entschuldigen.»

Nati-Stürmer Grégory Hofmann konnte auch eine Nacht nach der Niederlage die Leistung der Nati nicht erklären. «Wenn wir alle Antworten hätten, wäre es kein 0:7 gewesen. Es lief nichts, wie wir wollten.» Hofmann ergänzt: «Die Schweden haben auch in jeder Situation ein Tor geschossen. Plötzlich steht es 0:4 und man fragt sich: Was passiert gerade?» Der Meisterspieler vom EV Zug ist sich jedoch auch sicher, dass die Schweden nicht «ultradominant» waren.

Nun wartet die Slowakei

Der 28-Jährige schaut wieder in die Zukunft und findet auch in der Niederlage etwas Positives. «So eine Niederlage ist immer etwas, wo man auch lernen kann. Nicht ein Spieler ist zufrieden mit der gestrigen Leistung.» Angst vor den Schweden haben sie aber auch nach der Klatsche nicht. Im Gegenteil: «Ich hoffe nur, wir haben die Schweden wieder im Halbfinal. Ich denke nicht, dass sie besser sind. Wir waren selber schuld. Ich habe Vertrauen in die Truppe.»

Nun geht es am Donnerstag um 15.15 Uhr aber erst mal gegen die Slowakei. Ein Team, das bislang alle Spiele in der Gruppe gewonnen hat. Hofmann hofft auf eine Reaktion auf die Klatsche: «Ich erwarte wieder ein schwieriges Spiel. Ich erwarte aber auch ein anderes Spiel der Schweiz. Mit viel Druck im Spiel, mit und ohne die Scheibe.» Man werde versuchen, alle Punkte, die gegen Schweden nicht erfolgreich waren, zu verbessern, und so die Slowakei zu bezwingen.

«Wir haben den Kopf ein bisschen angeschlagen»

Im Tor wird aufgrund des Rotationsprinzips Reto Berra spielen. Leonardo Genoni, der nach vier Toren gegen Schweden den Kasten verlassen hat, wird sich wahrscheinlich am Spieltag nicht umziehen. Hofmann stärkt seinem Teamkollegen den Rücken: «Leo hatte einen schwierigen Abend, auch weil wir ihn als Team nicht unterstützt haben. Ich kenne ihn aber schon länger und weiss genau, dass der so mental stark ist, dass er mit unglaublichen Spielen zurückkommen wird.»

Im Interview vor dem Spiel gegen Schweden sagte NHL-Star Nico Hischier, dass mit dieser Mannschaft auch der Titel möglich sei. Hofmann, der durch die Silbermedaille gegen Schweden an der WM 2018 bereits Edelmetall in der Vitrine hängen hat, sieht ebenfalls grosses Potenzial in der Mannschaft, besonders da es auch viele Parallelen zum Team vor drei Jahren gebe. Der pfeilschnelle Spieler warnt aber auch: «Wir haben jetzt den Kopf ein bisschen angeschlagen und nun gilt es wieder an die Arbeit zu gehen und gegen die Slowakei ein anderes Gesicht zu zeigen.»

Voller Fokus auf die WM

Über seine persönliche Zukunft macht sich Hofmann keine grossen Gedanken. «Ich fokussiere mich voll auf die Nationalmannschaft. Es wird sicherlich Diskussionen nach der Saison geben mit der Organisation und meiner Familie, was das Beste für mich ist.» Mit Organisation meint der 28-Jährige die Columbus Blue Jackets. Das NHL-Team holte sich im Februar die Rechte an Hofmann von den Carolina Hurricanes, die den gebürtigen Neuenburger 2011 an 103. Stelle im NHL-Draft auswählten.

Bei den Blue Jackets spielt mit Dean Kukan bereits ein Schweizer. Ausserdem steht mit Elvis Merzlikins der langjährige Teamkollege von Hofmann im Kasten des Teams. Hat er sich schon mit dem ehemaligen Lugano-Goalie unterhalten? Mit einem Lächeln antwortet der Stürmer: «Mit Elvis Merzlikins habe ich mich schon unterhalten, mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen.»

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