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#Ihave«Ich ignorierte die Meinung von Frauen»

Auf #MeToo folgt #Ihave: Nun beginnen sich Männer zu ihren Taten zu bekennen und geloben Besserung.

von
vro
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Mit dem Hashtag #MeToo machten Frauen weltweit darauf aufmerksam, wie sie von Männern sexuell belästigt wurden. Hintergrund war der Skandal um US-Filmproduzent Harvey Weinstein, der sich an Schauspielerinnen vergangen haben soll.

Mit dem Hashtag #MeToo machten Frauen weltweit darauf aufmerksam, wie sie von Männern sexuell belästigt wurden. Hintergrund war der Skandal um US-Filmproduzent Harvey Weinstein, der sich an Schauspielerinnen vergangen haben soll.

Keystone/Manuel Lopez
Nun melden sich Männer zu Wort und beichten ihre Taten. Nutzer Ray schreibt etwa auf Twitter: «Ich rief Frauen am Arbeitsplatz ‹Liebling› und wurde dafür zu Recht kritisiert. Jungs, wir müssen es besser machen, damit niemand sagen muss: #MeToo.» In den sozialen Netzwerken finden sich weitere Beispiele.

Nun melden sich Männer zu Wort und beichten ihre Taten. Nutzer Ray schreibt etwa auf Twitter: «Ich rief Frauen am Arbeitsplatz ‹Liebling› und wurde dafür zu Recht kritisiert. Jungs, wir müssen es besser machen, damit niemand sagen muss: #MeToo.» In den sozialen Netzwerken finden sich weitere Beispiele.

Screenshot Twitter

Tausende Frauen haben in den vergangenen Tagen ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung geteilt – auch Schweizerinnen. Viele von ihnen wurden im ÖV, bei der Arbeit oder im Ausgang unangemessen behandelt. Das ging auch an den Männern nicht spurlos vorbei.

Nun zieht die Debatte weitere Kreise: Unter dem Hashtag #Ihave oder #IDid melden sich Männer zu Wort, die Frauen sexuell belästigt haben. Viele geben offen zu, auf Kosten von Frauen Privilegien erfahren zu haben oder sexistische Witze gemacht zu haben.

Die meisten zeigen sich reumütig. «Ich arbeite an meinem Verhalten», heisst es oft. Ein Facebook-Nutzer verspricht zudem, dass er für Frauenhäuser spenden will. Eines haben sie gemeinsam: Für ihre Offenheit ernten sie viel Zuspruch.

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