Mario Fehr: «Ich kann täglich etwas für die Bevölkerung tun»
Aktualisiert

Mario Fehr«Ich kann täglich etwas für die Bevölkerung tun»

Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) ist seit 90 Tagen im Amt. Seine erste Bilanz: Es fehlt an Polizisten und das Sozialhilfegesetz muss total revidiert werden.

von
Deborah Sutter
Der Sicherheitsdirektor Mario Fehr möchte einiges verbessern.

Der Sicherheitsdirektor Mario Fehr möchte einiges verbessern.

Herr Fehr, wie geht es Ihnen nach 90 Tagen als Regierungsrat?

Mario Fehr: Ich fühle mich in der Sicherheitsdirektion ausgesprochen wohl, auch vom Regierungsratskollegium wurde ich offen aufgenommen. Das ist die vermutlich spannendste, aber auch herausforderndste Aufgabe in meinen 25 Jahren Politik: Täglich kann ich konkret etwas für die Zürcher Bevölkerung tun.

Bis zu den Wahlen im Oktober sind Sie auch noch Nationalrat. Wie wirkt sich diese Doppelbelastung aus?

Einerseits ist es arbeitsintensiv und die Arbeitstage können auch mal sehr lange werden. Darum habe ich in letzter Zeit auch zu wenig Sport getrieben. Andererseits ist es bereichernd, da ich meine bundespolitischen Erfahrungen direkt in meine neue Tätigkeit einfliessen lassen kann.

Was sind die Schwerpunkte, die Sie in Ihrer Direktion setzen wollen?

Das Sozialhilfegesetz des Kantons Zürich bedarf einer totalen Revision, weil es in der heutigen Gestalt ein schwer verständliches Flickwerk ist und es etwa Koordinationsprobleme im Verhältnis zu anderen Leistungen gibt. Auch bei der Kantonspolizei sehe ich Handlungsbedarf: Der Sollbestand von 2247 Korpsangehörigen soll erreicht werden. Damit die 120 offenen Stellen besetzt werden können, braucht es vermehrt Teilzeit- oder Kinderbetreuungsangebote. Denn in der Polizeischule ist der Frauenanteil auf immerhin rund einen Drittel gestiegen, dagegen arbeiten im Korps nur etwa 14 Prozent Frauen.

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