Stanislas Wawrinka: «Ich kapsle mich nie ganz vom Tennis ab»
Aktualisiert

Stanislas Wawrinka«Ich kapsle mich nie ganz vom Tennis ab»

Stan Wawrinka sprach in Wimbledon mit 20 Minutes. Heute trifft der Schweizer auf den Taiwanesen Lu Yen-Hsun (ATP 47).

von
Oliver Dufour
London

Stan Wawrinka, es gibt nur wenige Spieler, die den Mythos Wimbledon nicht lieben. Wie ist Ihre Beziehung dazu?

Wie alle Spieler liebe ich Wimbledon sehr, trotz meiner Niederlagen hier in der 1. Runde. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne auf Rasen spiele. Das einzige Problem ist die kurze Angewöhnungszeit.

Nächste Jahr gibt es eine zusätzliche Woche zwischen Roland Garros und Wimbledon, ein Vorteil für Sie?

Für meinen Spielstil bestimmt. Man sieht es auch bei Rafael Nadal, der zu Beginn immer etwas leidet. Er und ich brauchen mehrere Stunden auf dieser Unterlage, um uns daran zu gewöhnen und sicher zu werden.

In Paris haben Sie davon gesprochen, das Puzzle in Ihrem Kopf wieder zu ordnen. Ist das geschehen?

Ich denke, das ist nie ganz abgeschlossen. Ich nahm mir Zeit, um zu überlegen, um mit Magnus (Trainer Norman, die Red.) zu diskutieren. Jetzt fühle ich mich besser. Man wird sehen, was passiert, aber ich gehe den Rest der Saison ruhig und mit viel Vertrauen an.

Haben Sie sich während dieses Zeitraumes völlig vom Tennis ferngehalten?

Nein, ich trenne mich nie ganz davon. Ich liebe es zu sehr, um mir beispielsweise Spiele in Roland Garros nicht anzusehen. In dieser Phase geht das Abkapseln sowieso nicht, da die Rasensaison ansteht. Dazu kam, dass ich versuchte, meinen Misserfolg schnell zu analysieren. Hierfür war es natürlich nötig, dass ich mich mit dem Tennis beschäftige.

Stanislas Wawrinka: Weltnummer 3 und Botschafter für den französischen Mineralwasserproduzenten Evian.

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