Aktualisiert 20.04.2007 09:05

«Ich lasse Blacksburg harmlos aussehen»

Der Mann der heute im kalifornischen Yuba City den Schulbetrieb lahmgelegt hat, ist gestellt. Er hat gedroht, das Massaker von Virginia harmlos aussehen zu lassen.

Nach den Drohungen fand der Unterricht für 22 000 Schülerinnen und Schüler in Yuba City und Marysville nördlich von Sacramento am Donnerstag bei verriegelten Türen und heruntergelassenen Jalousien statt. Auf den Schulgeländen patrouillierten Polizisten. In Yuba City wurden die Schüler vorzeitig nach Hause geschickt.

Der 28-Jährige hatte Behördenvertretern zufolge seinen Pfarrer angerufen und einen Amoklauf angekündigt, gegen den das Massaker an der Hochschule Virginia-Tech in Blacksburg harmlos aussehen werde. Bei der Bluttat an der Virginia-Tech hatte ein Student am Montag 32 andere Menschen und schliesslich sich selbst erschossen.

Schwer bewaffnet

Bei seinem Anruf hatte der Mann den Angaben zufolge gesagt, er sei mit einem Sturmgewehr sowie mit selbst gebauten Sprengsätzen und Gift bewaffnet und wolle eine Konfrontation mit der Polizei provozieren, um von den Beamten getötet zu werden.

Der Verdächtige ist nach Polizeiangaben wegen verschiedener Delikte vorbestraft und wegen Gewalt gegen seine Eltern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er müsse sich nun wegen verbrecherischer Drohungen und Verübung einer Straftat während seiner Freiheit auf Kaution verantworten.

In den drei Landkreisen Yuba, Sutter und Butte war der Unterricht an den staatlichen Schulen für Freitag vorsorglich abgesagt worden, weil sich der Täter bis zum Donnerstagabend noch auf freiem Fuss befunden hatte. (sda)

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