Liotard-Vogt: «Ich lasse mich nicht unterkriegen»
Aktualisiert

Liotard-Vogt«Ich lasse mich nicht unterkriegen»

Jetsetter Patrick Liotard-Vogt hat Betreibungen in Millionenhöhe am Hals. Im Interview mit 20 Minuten verteidigt sich der junge Unternehmer und sagt, warum er in die Karibik gezogen ist.

von
S. Spaeth
Patrick Liotard-Vogt ist Besitzter des sozialen Netzwerks A Small World – eine Art Facebook für besonders Gutbetuchte.

Patrick Liotard-Vogt ist Besitzter des sozialen Netzwerks A Small World – eine Art Facebook für besonders Gutbetuchte.

Herr Liotard-Vogt, aus den Medienberichten könnte man schliessen, sie hätten sich wegen den Betreibungen in die Karibik abgesetzt. Wie sehen Sie das?

Mein Wegzug in die Karibik war von langer Hand geplant und wurde im September offiziell vollzogen. Grund ist mein Engagement bei Kittitian Hill, einem Immobilienprojekt, an dem ich 40 Prozent der Aktien erworben habe.

Gegen Sie laufen Betreibungen im Umfang von 4,5 Millionen Franken. Können Sie das nachvollziehen? Oder bestreiten Sie die Forderungen?


Die Faktenlage, die in den vergangenen Tagen in den Medien kolportiert worden ist, ist nicht korrekt. Es laufen Betreibungen gegen mich, nicht in dem Umfang, und verbunden mit Gegenklagen.

David Degen betreibt Sie auf 1,5 Millionen Franken. Worum geht es da genau? 


Es liegt eben keine Betreibung von David Degen gegen mich mehr vor. Der Auszug aus dem Register war veraltet. David Degen und ich sind befreundet und debattieren Uneinigkeiten nicht über die Presse.

1,15 Millionen Franken fordert auch der Diners Club. Zu Recht? Dort sitzen Sie doch im Verwaltungsrat?

Ich bin überzeugt, dass wir diese interne Angelegenheit in den kommenden Tagen lösen werden. Ja, ich bin noch im VR und werde das vorerst bleiben.

Hat man Sie dazu gedrängt, das VR-Mandat abzugeben?

Nein, das ist nicht der Fall. Obwohl das Verhältnis zwischen Management und mir sehr angespannt ist, kann man es weiterhin als fair bezeichnen.

Auch die Muttergesellschaft Ihres Netzwerks A Small World betreibt Sie. Weshalb? 


Es handelt sich um eine Forderungen des ehemaligen CEOs Joe Robinson, mit dem ich aufgrund seiner Leistung bei ASW Differenzen habe. Ich besitze 80 Prozent von A Small World und werde von meiner Firma nicht betrieben.

Durch die Betreibungen könnte Ihr Ansehen als Geschäftsmann Schaden genommen haben. 


Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich bin begeisterter Unternehmer und muss mit dieser Situation leben.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft? Mit welchen Geschäftsideen wollen Sie Geld verdienen? 


Geld ist nicht mein primäres Ziel. Ich möchte nicht reich, sondern reich an Erfahrungen sterben. In diesem Sinne auch ein Investment in eine Karibik Insel. Ich glaube daran, dass sich meine Projekte ASW und Kittiian Hill gut entwickelt haben und wir auf dem aufstrebenden Ast sind. Ich bin überzeugt, dass sie bald davon hören werden.

Ihr neues Heim, ein Luxusresort auf St. Kitts, befindet sich noch im Bau. Wie lebt es sich auf der Baustelle?

Es ist ein faszinierendes Projekt und ich gehe jeden Tag mit Freude auf die Baustelle. Eine neue Erfahrung, die mir echt Spass macht. Wir haben leider etwa vier Monate Verspätung, aber an das muss man sich hier gewöhnen.

Sie wohnen nun weit weg von Europa: Wird man Sie dennoch ab und zu in Zürich oder St. Moritz antreffen? 


Absolut. Ich bin sehr gerne bei meiner Familie in Stäfa und habe dort auch Weihnachten verbracht. Die Schweiz liegt mir sehr am Herzen und ich habe ihr nicht den Rücken zugekehrt, sondern verfolge ein Projekt für die kommenden Jahre im Ausland.

Das Interview wurde schriftlich geführt

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