My Lovestory : «Ich lernte meinen Freund erst auf dem Weg in die gemeinsamen Ferien kennen»
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My Lovestory «Ich lernte meinen Freund erst auf dem Weg in die gemeinsamen Ferien kennen»

Angelina (29) kannte Michael (33) bisher nur von Facebook. Die beiden haben sich spontan für gemeinsame Ferien entschieden – und sich erst am Tag vor der Abreise kennen gelernt.

von
Meret Steiger
Julia Ullrich
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Angelina (29) lernte Michael (33) durch eine Kollegin kennen. Da Michael in der Schweiz und sie in Deutschland lebte, hatten die beiden lange nur Onlinekontakt.

Angelina (29) lernte Michael (33) durch eine Kollegin kennen. Da Michael in der Schweiz und sie in Deutschland lebte, hatten die beiden lange nur Onlinekontakt.

Foto: privat
Spontan entschieden sich die beiden, gemeinsam zu verreisen – ohne sich jemals richtig gesehen zu haben.

Spontan entschieden sich die beiden, gemeinsam zu verreisen – ohne sich jemals richtig gesehen zu haben.

Foto: privat
Aber glücklicherweise lief alles gut. «Der Kurztrip nach Slowenien war magisch!», sagt Angelina.

Aber glücklicherweise lief alles gut. «Der Kurztrip nach Slowenien war magisch!», sagt Angelina.

Foto: privat  

Darum gehts

  • Angelina (29) lernte Michael (33) durch eine Kollegin kennen.
  • Da Michael in der Schweiz und sie in Deutschland lebte, hatten die beiden lange nur Onlinekontakt.
  • Bis sie Anfang Oktober auf die Idee kamen, gemeinsam zu verreisen.
  • Gesagt – getan. Angelina und Michael mieteten ein Hausboot in Slowenien und erlebten einen traumhaften Urlaub.
  • Weil es so schön war, machten die beiden auch noch einen Abstecher nach Italien.
  • Zu Hause angekommen, wird Angelina klar, dass sie der Beziehung eine Chance geben will. Doch wer zieht zu wem?
  • Eine Woche später fällt die Entscheidung, und ein Umzug wird geplant.

«Michael ist der Cousin einer Freundin von mir, wir haben in Deutschland in der gleichen Stadt gelebt. Sie wollte mich schon eine ganze Weile verkuppeln und hat mir immer wieder gesagt, wie gut wir uns verstehen würden und das wir den gleichen Humor haben und so weiter. Ich habe mir dann irgendwann Bilder zeigen lassen, aber ehrlich gesagt, war mir die Schweiz einfach ein bisschen zu weit weg.

Wir haben uns dann trotzdem befreundet und einander geschrieben, später auch bei Whatsapp. Es ist aber nicht wirklich in die Gänge gekommen und dann wieder abgeflacht. Bis kurz vor dem 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Ich hatte da ein verlängertes Wochenende und habe Michael gefragt, was er denn so macht.

Der erste Kuss in der zweiten Nacht

Michael sagte, er wolle gerne ans Meer fahren – und genau das wollte ich auch! Ich habe dann, mehr aus Spass, gesagt, dass wir ja zusammen hinfahren könnten. Und dann hat er tatsächlich Ja gesagt! Ich habe mich dann schon kurz hinterfragt. Was mache ich hier eigentlich? Aber dann dachte ich mir, ich habe ja nichts zu verlieren. Und Angst hatte ich keine, schliesslich war Michael der Cousin meiner Freundin, und ich war mir ziemlich sicher, dass er kein verrückter Axtmörder ist.

Michael hat dann ein Hausboot in Slowenien gebucht, und ich hatte keine besonders hohen Erwartungen: Wenn es zwischen uns nicht funkt, dann werden wird halt einfach Freunde. Ich bin also zu ihm in die Schweiz gefahren, damit wir gemeinsam nach Slowenien fahren können. Er musste aber noch arbeiten, und ich habe zwei Tage in seiner Wohnung verbracht. Dort kam es in der zweiten Nacht auch zu unserem ersten Kuss.

Mit einem (fast) Fremden auf einem Hausboot

Am Tag darauf sind wir dann mit dem Auto nach Slowenien gefahren, zu unserem Hausboot. Es war so wunderschön! Uns war schnell klar, dass wir uns wirklich sehr mögen. Einer der schönsten Momente war im Whirlpool: 40 Grad Wassertemperatur, das leichte schaukeln des Hausbootes und die Sonne, die langsam im Meer versinkt – es war wirklich magisch.

Nach drei Tagen war leider alles schon wieder vorbei, und wir haben uns auf den Heimweg gemacht. Mitten auf der Autobahn haben wir uns dann aber megaspontan entschieden, dass wir noch nach Venedig fahren wollen. Im Hotel dort haben wir dann auch über unsere Zukunft gesprochen. Für mich war eine Fernbeziehung keine Option, Michael wollte aber auch nicht zurück nach Deutschland.

Gemeinsames Leben in der Schweiz?

Ich habe mir das etwa eine Woche überlegt und dann beschlossen, das Leben in der Schweiz einfach mal auszuprobieren. Ich habe eine Tochter aus einer früheren Beziehung, die ich auch nicht einfach aus ihrem Umfeld reissen wollte, und so bin ich erst mal alleine in die Schweiz gezogen. Das war im Januar.

Jetzt wohnen wir seit einem halben Jahr zusammen, vor kurzem sind wir nach Rheinfelden gezogen, auf die deutsche Seite, damit ich näher bei meiner Tochter bin. Es war eine ganze Reihe mehr oder weniger spontaner Entscheidungen, die mich jetzt hierhin gebracht haben – und ich bin so froh, habe ich sie getroffen. Wir sind sehr glücklich.»

Für unsere Rubrik My Lovestory sind wir immer auf der Suche nach Begegnungen der besonderen Art. Jede Liebesgeschichte ist einzigartig - erzähle uns von deiner.

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