Antonio Banderas: «Ich liebe diesen Hauch von Gefahr»

Aktualisiert

Antonio Banderas«Ich liebe diesen Hauch von Gefahr»

Antonio Banderas spielt in Pedro Almodóvars neustem Werk «Die Haut, in der ich wohne» einen Arzt, der an einer Patientin schauderhafte Experimente durchführt. 20 Minuten traf den Hollywoodstar in Cannes.

von
Raya Abireched

Das Film-Interview mit Antonio Banderas.

Antonio Banderas, nach 20 Jahren drehen Sie erneut mit ­Pedro Almodóvar. Was fasziniert Sie an ihm?

Antonio Banderas: Er zeigt nicht nur das, was die Menschen gerne sehen, sondern überschreitet ständig seine eigenen Grenzen. Ich liebe diesen Hauch von Gefahr, wenn man nicht genau weiss, auf was man sich einlässt. Das gleicht einem freien Fall ohne Rettungsschirm.

Sie scheinen Almodóvar sehr zu vertrauen.

Bei der Arbeit mit ihm benötigt man eine beinahe religiöse Herangehensweise. Man muss an ihn glauben. Nach all den Jahren in den USA, wo Filme ­immer nach demselben Schema gemacht werden, musste ich wieder einmal etwas Verrücktes machen.

Verrückt heisst, einen sadistischen Schönheits­chirurgen zu spielen?

Allerdings! Der Film erschreckt einen, bringt einen zum Lachen, zum Staunen und ausserdem regt er zum Nachdenken an.

War es nicht seltsam, nach so ­vielen Jahren wieder auf Spanisch zu spielen?

Das ist wie beim Fahrrad­fahren, man verlernt es nie. Zudem musste ich weniger auswendig lernen (lacht).

«Die Haut, in der ich wohne» läuft zurzeit im Kino.

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