Merz räumt seinen Posten: «Ich liebte dieses Amt»
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Merz räumt seinen Posten«Ich liebte dieses Amt»

Finanzminister Hans-Rudolf Merz tritt zurück – per Anfang Oktober. Er sei bei seinem Entscheid nicht unter Druck gesetzt worden.

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aeg/mlu

Über einen Rücktritt Merz' war schon länger spekuliert worden. In den vergangenen Wochen, speziell aber nach der Ankündigung des Rücktritts von Moritz Leuenberger, ist der Druck auf Merz stetig gestiegen. Auch in seiner eigenen Partei, der FDP, sind Stimmen laut geworden, wonach es für Merz an der Zeit sei, den Hut zu nehmen. Parteipräsident Fulvio Pelli betonte jedoch ständig, Merz werde die Amtsperiode beenden und bis Ende der Legislatur im Amt bleiben.

Die möglichen Nachfolger

Als mögliche Nachfolger für Merz werden etwa die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Ständerat Felix Gutzwiller (ZH), Nationalrat Johann Schneider-Ammann (BE) oder Fraktionschefin Gabi Huber (UR) gehandelt – sollte denn der Bundesratssitz in der Hand der FDP bleiben.

Hans-Rudolf Merz sitzt seit 2003 als Finanzminister im Bundesrat. Vergangenes Jahr war er Bundespräsident, es war das wohl anstrengendste seiner Amtszeit: Neben der Finanzkrise und dem Beinahe-Kollaps der UBS wurde Merz durch die Libyen-Affäre gefordert.

Finanzminister Merz tritt zurück

Bei der Allgemeinheit dürfte vor allem seine gescheiterte Reise nach Tripolis am 20. August 2009 in Erinnerung bleiben. Merz traf weder Gaddafi, noch brachte er die beiden Geiseln Max Göldi und Rachid Hamdani nach Hause. Diese konnten erst 2010 wieder in die Schweiz zurückkehren.

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