Newcastle-Stürmer: «Ich mache mir noch immer fast in die Hose»
Aktualisiert

Newcastle-Stürmer«Ich mache mir noch immer fast in die Hose»

Andy Carroll erzählt erstmals davon, wie er von zwei bewaffneten Männern auf Motorrädern verfolgt wurde – und wie er die Folgen davon bis heute spürt.

von
va

Andy Carroll (im Auto) wird von zwei Motorradfahrern verfolgt. (Video: YouTube/BBC News)

Noch immer jagt ihm der Anblick eines überholenden Motorrades Angst und Schrecken ein: «Ich mache mir bei diesem Anblick noch immer fast in die Hose», sagt Andy Carroll. Gut drei Jahre ist es her, dass er auf dem Heimweg vom Training war und von zwei Männern auf Motorrädern verfolgt und bedroht wurde. Der englische Stürmer von Newcastle stand damals bei West Ham unter Vertrag.

Bis jetzt hat Carroll noch nie über die Ereignisse vom 2. November 2016 gesprochen. Er dachte zuerst, es sei ein Bekannter, der bei einer Ampel zu ihm aufschloss ,erzählt er der Daily Mail. Doch danach forderte der Motorradfahrer Carroll auf, seine Uhr auszuhändigen – und bedrohte ihn gar mit einer Schusswaffe.

Angst um sein Leben gehabt

Obwohl Carroll nicht mehr weit von seinem Zuhause entfernt war, kehrte er um und versuchte, zurück zum Trainingszentrum zu gelangen, um die Kriminellen von seinem Haus und seiner Familie fernzuhalten. «Ich fürchtete um mein Leben», sagt er. Die Verfolgungsjagd dauerte 25 Minuten und war lebensgefährlich. «War eine Ampel auf Rot, hielt ich nicht an, ich überholte auf der falschen Strassenseite», erzählt der 30-Jährige. Er schaffte es zurück zum Trainingszentrum und konnte sich dort in Sicherheit bringen.

Einer der Verfolger wurde später festgenommen, angeklagt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Weitere fünf Jahre muss er wegen anderer Raubüberfälle einsitzen. Carroll schränken die Folgen des Überfalls heute noch ein. «Es ist wegen den Kindern.» Überall wo er hingehe, mache er sich Sorgen. «Beim Schwimmen? Panik. In einen Park gehen? Panik. Zoo? Panik. Was, wenn es wieder passiert?»

Deine Meinung