Aktualisiert 23.07.2018 18:13

Schweizerin am Tomorrowland

«Ich machte mir Monate Gedanken über das Set»

Vom 20. bis 22. Juli fand in Belgien das erste Tomorrowland-Wochenende dieses Jahres statt. Mit dabei war auch die Schweizerin Nora En Pure.

von
wed
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Grosser Auftritt: Die Schweizerin Nora En Pure eröffnete am Samstag die Tomorrowland-Mainstage.

Grosser Auftritt: Die Schweizerin Nora En Pure eröffnete am Samstag die Tomorrowland-Mainstage.

Tomorrowland
Das Festival für elektronische Musik in Belgien gehört zu den grössten und bekanntesten der Welt.

Das Festival für elektronische Musik in Belgien gehört zu den grössten und bekanntesten der Welt.

Joey Timmer
«Ich freue mich sehr, hier zu sein – das Tomorrowland gehört zu den ganz grossen Meilensteinen in einer DJ-Karriere, und es macht mich stolz, hier spielen zu können», sagt Daniela Niederer, wie Nora En Pure mit bürgerlichem Namen heisst.

«Ich freue mich sehr, hier zu sein – das Tomorrowland gehört zu den ganz grossen Meilensteinen in einer DJ-Karriere, und es macht mich stolz, hier spielen zu können», sagt Daniela Niederer, wie Nora En Pure mit bürgerlichem Namen heisst.

Über 200'000 Besucher waren dieses Wochenende am Tomorrowland in Belgien – einem der bekanntesten und grössten Festivals der Welt für elektronische Musik. Mitten im Geschehen war auch eine Schweizerin: DJ und Produzentin Nora En Pure eröffnete am Samstag die Mainstage mit einem dreistündigen Auftritt. Weil sie am Freitag noch zwei Bookings in Wien hatte, ging es am Morgen ohne Schlaf direkt mit dem Flugzeug Richtung Brüssel.

Trotzdem strahlt sie übers ganze Gesicht: «Ich freue mich sehr, hier zu sein – das Tomorrowland gehört zu den ganz grossen Meilensteinen in einer DJ-Karriere, und es macht mich stolz, hier spielen zu können», sagt Daniela Niederer, wie Nora En Pure mit bürgerlichem Namen heisst. Aus diesem Grund habe sie sich auch sehr intensiv auf ihren Auftritt vorbereitet. «Ich machte mir monatelang Gedanken über dieses Set.»

Viele Schweizer Fahnen während ihres Auftritts

Und das hat sich gelohnt. Die 28-Jährige ist nach ihrem Auftritt happy: «Es war noch früh und extrem heiss – für mich ist es nicht selbstverständlich, dass bereits so viele Leute bei der Mainstage waren.» Auch viele Schweizer Fahnen waren in der ersten Reihe zu sehen. «Das zu sehen, freute mich extrem. Wie die Leute voll dabei waren, ihre Emotionen zeigten und mit Stolz die Schweizer Fahnen schwenkten, war mega cool.»

Doch waren auch vereinzelt südafrikanische Flaggen auszumachen – Daniela ist nämlich in Südafrika aufgewachsen. «Es waren nur die ersten Jahre meines Lebens, aber ich fühle mich trotzdem immer noch sehr mit diesem Land verbunden.»

«Es geht um Musik – nicht ums Geschlecht»

Dass sie eine der wenigen Frauen ist, die auf der Tomorrowland-Mainstage spielen, stört die 28-Jährige nicht: «Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht – ich versuche stets einfach, mein Bestes zu geben, und mache meine Musik. Schlussendlich geht es ja um die Musik und nicht ums Geschlecht.»

Zudem habe sie während ihrer Karriere auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. «Klar, es gibt immer noch viel mehr Männer, aber mittlerweile sind viele talentierte weibliche DJs am Aufkommen und ich glaube auch, dass die Frauen heutzutage die gleichen Voraussetzungen und Chancen in der Szene haben wie die Männer», sagt sie. Im melodiösen Bereich sieht sie gar Vorteile: «Hier haben Frauen vielleicht noch ein bisschen mehr Sensibilität.»

Ibiza, USA und dann Street Parade

Nach ihren Presseterminen mischte sich die junge Zürcherin noch unter die Festivalbesucher: «Ich finde es spannend, all die wunderbaren Bühnen am Tomorrowland anzuschauen – die hinterletzte Bühne hier ist so gut wie bei anderen Festivals die Mainstage.» Am Dienstag geht es für Nora En Pure dann weiter in Richtung Ibiza, wo sie im Ushuaia Club auftritt. Am kommenden Wochenende ist die 28-Jährige wieder am Tomorrowland und dann geht es auf US-Tour.

«Für die Street Parade bin ich dann wieder mal in Zürich, wo ich mit einem Purified-Love-Mobile dabei bin. Da freue ich mich extrem drauf.» Sie habe noch nie an der Street Parade gespielt und auch generell sei sie nicht so oft in Zürich. «Das wir sicher auch ein Highlight dieses Sommers.»

Die vielen Schweizer Tomorrowland-Besucher marschierten am Samstag zusammen in Richtung Mainstage.

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