Aktualisiert 05.03.2008 12:33

«Ich möchte bei jedem Rennen in die Punkte fahren»

Der Schweizer 125-ccm-Pilot Dominique Aegerter hat sich für die kommende Saison hohe Ziele gesetzt: Er will in jedem Rennen punkten. 20minuten.ch hat vor dem WM-Start am Sonntag mit dem 17-Jährigen gesprochen.

von
Jörg Caluori

Die neue Motorrad-Saison beginnt am kommenden Sonntag mit den Nachtrennen von Katar. 20minuten.ch hat im Vorfeld des WM-Starts die drei Schweizer Piloten Aegerter, Krummenacher und Lüthi zu ihren Zielen befragt. Die Interviews werden in einer dreitägigen Serie aufgeschaltet. Den Auftakt macht der jüngste im Bunde, der 17-jährige 125-ccm-Fahrer Dominique Aegerter.

20minuten.ch: Wie haben Sie sich auf die neue Saison vorbereitet?

Aegerter: Zuerst war ich drei Wochen in Manchester in England und habe dort Englisch gelernt. Das war eine coole Zeit, am zweiten Tag durfte ich einen Match von Manchester United live im Old Trafford miterleben. Dann waren da die Festtage, wo ich zu viel gegessen und zu viel zugenommen habe. Ab Januar hiess es dann: intensives Training mit Schwimmen, Joggen, Squashen und Velo fahren. Da ich für die 125er-Klasse ein bisschen zu schwer bin - also zu viele Muskel-Kilos auf die Waage bringe - musste ich mich mit Krafttraining zurückhalten. Bei den 125ern ist das Gesamtgewicht sehr wichtig, da gibt es einige, die bringen gerade mal 45 Kilo auf die Waage. Da ist es mit meinen 64 Kilos ein Handicap, vor allem dann, wenn es auf den Strecken bergauf geht.

Thema Mental-Training: Was machen Sie, mit wem und was bringt es Ihnen?

Mein Mentaltrainer ist Stefan Schläpfer aus Appenzell. Wir arbeiten schon das vierte Jahr erfolgreich zusammen. Da mache ich Visualisierung, Tiefenentspannung und Konzentrationsübungen. Ausserdem lerne ich, wie man alles ausserhalb des Sports «abschalten» kann.

Hat sich die Technik gegenüber dem Vorjahr verändert?

Eigentlich nicht, obwohl ich jetzt auf einer sogenannten «Derbi» sitze. Die ist aber bekanntlich genau baugleich wie die Aprilia, auf der ich vorher fuhr. Das neue finnische Team um Aki Ajo ist super, eine sehr familiäre Stimmung. Mir gefällts.

Welche Ziele haben Sie sich für die neue Saison gesteckt?

In der Saison möchte ich bei jedem Rennen in die Punkteränge (1.-15. Anm. Red.) fahren - und drei, vier Top-Ten-Plätze wären schon cool.

Wenn Sie an Ihre Juniorenzeit zurück denken, hatten Sie ein Vorbild im Rennsport?

Da ich mit Motocross begann, war dies natürlich ein Motocross-Champion, Michael Pichon. Der Strassenrennsport interessierte mich damals nicht. Dazu bin ich erst durch eine Einladung zu einem Juniorenrennen gekommen und nach der ersten Saison im deutschen ADAC-Cup hat es mir für den Strassenrennsport den «Ärmel» so richtig reingenommen.

Lesen Sie am Donnerstag auf 20minuten.ch, was sich 125-ccm-Fahrer Randy Krummenacher für die neue Saison vorgenommen hat.

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