St. Gallen : «Ich möchte keinen ewigen Krieg»
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St. Gallen «Ich möchte keinen ewigen Krieg»

Kater Kito sorgte in der Nachbarschaft für Unruhe. Nun hat Besitzerin E. V. ein Ultimatum erhalten. Innert zehn Tagen muss der Bengalkater weg. Sie sucht deshalb ein neues Plätzchen für ihn.

von
Leo Butie

Hier siehst du Kito beim Spielen.

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Darum gehts

  • Besitzerin E. V. hat versucht, eine Lösung für Kater Kito zu finden.
  • Nun hat sie von der Verwaltung ein Ultimatum erhalten.
  • Angeblich soll Kito eine andere Katze gebissen haben.
  • Jetzt sucht die Besitzerin ein neues Heim für Kito.
  • Dort soll er seine Ruhe haben und sich austoben können.

Mit seinem Verhalten sorgte Kater Kito für Unruhe in seinem Quartier in St. Gallen. Der junge Bengalkater war stets viel unterwegs und zoffte sich regelmässig mit den Katzen aus der Nachbarschaft. Dabei lief er sogar in fremde Wohnungen, um dort anderen Katzen nachzugehen. In der Nacht sprang er auch gerne in fremde Schlafzimmer. «Jede dritte Nacht schläft man deshalb nicht», erzählte vor rund einem Monat der Hauswart.

Besitzerin E. V.* empfand das Verhalten ihr und dem Kater gegenüber als Mobbing. Dennoch versuchte sie eine Lösung zu finden. «Ich habe ihn über Nacht in der Wohnung behalten und ihm pflanzliche Beruhigungsmittel gegeben», erzählt sie. Doch da sie Vollzeit arbeite, könne sie ihren Kater nicht den ganzen Tag in der Wohnung behalten. Die Situation habe sich ihrer Ansicht nach verbessert. «Seit drei Wochen ist es auch sehr ruhig geworden in der Umgebung», meint die 56-Jährige.

Ultimatum von der Verwaltung

Am Dienstag hat sie einen Brief von der Verwaltung erhalten, die ihr nun aber ein Ultimatum stellt. Innerhalb von zehn Tagen muss der temperamentvolle Bengalkater Kito ein neues Zuhause finden. Grund für das Ultimatum ist, dass Kito angeblich eine andere Katze gebissen haben soll. «Ich habe den Entscheid akzeptiert», sagt die Besitzerin konsterniert. Sie möchte sich nicht auf einen Streit einlassen und möchte, dass nun wieder Ruhe einkehre. «Ich möchte keinen ewigen Krieg», sagt sie. Die Verwaltung der Liegenschaft bestätigt das Ultimatum, möchte sich aber nicht weiter dazu äussern.

Mit dem Gedanken, eine neue Wohnung zu suchen und Kito dorthin mitzunehmen, tut sie sich schwer. «Der Kater ist ja nun berühmt in der Stadt. Da würde es bestimmt auch nur Probleme geben», meint E. V. Sie befürchtet, dass Kito zu einem Sündenbock abgestempelt wird und es danach wieder zu Streitereien kommt.

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Bengalkater Kito sucht ein neues Zuhause.

Bengalkater Kito sucht ein neues Zuhause.

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Mit der Verwaltung konnte man keine zufriedenstellende Lösung finden. 

Mit der Verwaltung konnte man keine zufriedenstellende Lösung finden.

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Die Besitzerin hat nun zehn Tage Zeit, ein neues Zuhause für Kito zu finden. 

Die Besitzerin hat nun zehn Tage Zeit, ein neues Zuhause für Kito zu finden.

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Kito sucht nun ein neues Zuhause

Sie hat sich deshalb entschlossen, eine neue Bleibe für Kito zu suchen. «Es ist mir wichtig, dass er eine gute Umgebung hat», sagt E. V. So soll das neue Zuhause abgelegen sein und über genügend Auslaufmöglichkeiten verfügen. «Kito muss einfach seine Ruhe haben und sich austoben können», so E. V. Sie möchte auch kein Geld für ihren Kater. «Ich will nur einen schönes Plätzchen finden für ihn.» Sie hofft, dass Kito einen fürsorglichen und geduldigen Besitzer erhält, wo er sich auch wohlfühlt.

Falls Sie an Kito interessiert sind und ein passendes Zuhause haben, dann schreiben Sie eine Mail an redaktion.sg@20minuten.ch. Mails von Interessenten werden an die Besitzerin weitergeleitet.

*Name der Redaktion bekannt.

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