Das sagen Eva Herzog und Elisabeth Baume-Schneider zur Nomination

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Bundesratswahlen
«Ich muss noch Hochdeutsch üben»  – das sagen die SP-Kandidatinnen

Die SP hat die Baslerin Eva Herzog und die Jurassierin Elisabeth Baume-Schneider als Kandidatinnen für den Bundesrat nominiert. In ihren ersten Statements demonstrieren die Politikerinnen Einigkeit.

von
Stefan Lanz

Darum gehts

  • Die SP nimmt Eva Herzog und Elisabeth Baume-Schneider aufs Bundesrats-Ticket.

  • Evi Allemann blieb auf der Strecke.

  • Im Interview mit 20-Minuten-Reporter Stefan Lanz betonen die beiden Bundesratskandidatinnen ihre Gemeinsamkeiten.

So stimmte die Fraktion

Drei Wahlgänge brauchten die 46 anwesenden Politikerinnen und Politiker der SP-Fraktion, bis das Ergebnis feststand. Im dritten Wahlgang fiel schliesslich Evi Allemann aus dem Rennen. Überraschend ist das Abschneiden von Eva Herzog, die als Favoritin galt. Sie machte im ersten Wahlgang sogar das schlechteste Resultat der drei Kandidatinnen. Erst im zweiten und dritten Wahlgang holte sie jeweils die meisten Stimmen.

Die Kandidatinnen betonen ihre Gemeinsamkeiten

An der Medienkonferenz, wie auch im Interview mit 20 Minuten, betonen beide, dass sie sich sehr ähnlich seien. Eva Herzog meint auf die entsprechende Frage, sie wisse nicht einmal, ob sie in der Kommission oder im Ständerat schon jemals anders abgestimmt habe als Elisabeth Baume-Schneider. Auf die Nachfrage, dass man bei so viel Einigkeit unterstellen könnte, dass das Ticket gar keine echte Auswahl sei, meinte Herzog: «Genau gleich sind zwei Personen ja trotzdem nie.»   

Das werden die beiden am Wahltag machen 

Wäre sie gewählt, müsste sie dringend ihr Hochdeutsch und Englisch verbessern, sagt Elisabeth Baume-Schneider, die neben Französisch auch praktisch akzentfreie Mundart spricht. Für Eva Herzog würde der Tag im Falle einer Wahl erstmal mit dem Apéro für die neu gewählten Bundesräte weitergehen, bevor sie am Nachmittag wohl zum Weihnachtsessen der SP-Fraktion gehen würde. Was sie im Falle einer Nicht-Wahl machen würde, wisse sie noch nicht genau. 

Wer hat die besseren Chancen?

Eva Herzog galt von Anfang an als Favoritin. Elisabeth Baume-Schneider hat für die aktuelle Wahl ein Manko: Sie ist aus der Romandie. Würde sie gewählt, wäre die lateinische Schweiz mit vier Bundesräten vertreten, die Deutschschweiz mit drei. Bereits im Vorfeld haben namhafte Stimmen im Bundeshaus klargemacht, dass sie keine lateinische Mehrheit in der Landesregierung wollen.

Beide Kandidatinnen wissen, dass sie bis zum 7. Dezember einen intensiven Wahlkampf bestreiten werden. Das Einzige, was nach der Nomination am Samstag wirklich ziemlich sicher ist: Die Nachfolgerin der Bernerin Simonetta Sommaruga wird aus der Nordwestschweiz kommen.

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