Femen-Aktivistin: «Ich muss Tunesien verlassen»
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Femen-Aktivistin«Ich muss Tunesien verlassen»

Sie hat sich zur ersten Femen-Aktivistin Tunesiens erklärt und Nacktfotos von sich ins Internet gestellt. Wegen Morddrohungen zieht die 19-jährige Amina nun die Flucht ins Ausland in Betracht.

Nach ihrem Nacktprotest gegen die Unterdrückung von Frauen fürchtet eine 19-jährige Tunesierin um ihr Leben und will im Ausland Zuflucht suchen. Die junge Frau, die lediglich als Amina bekanntwurde, erhielt eigenen Angaben zufolge Morddrohungen, nachdem sie im Stile der ukrainischen Aktivistinnengruppe Femen oben ohne für mehr Rechte muslimischer Frauen eingetreten war. Dem französischen Fernsehsender Canal Plus sagte sie in einem Interview am Samstag, sie müsse Tunesien verlassen.

Aminas Protestfotos waren im März auf Facebook erschienen. Sie hatte über ihre nackte Brust den Satz «Mein Körper gehört mir» geschrieben. In Tunesien, das von der islamistischen Ennahda-Partei geführt wird, sorgte das für grosse Aufregung. Amina tauchte ab, was wilde Gerüchte auslöste. Es hiess, man halte sie in die Psychiatrie gefangen. Mit dem Interview meldete sie sich jetzt zurück.

Es entstand den Informationen zufolge in einem Dorf fernab der tunesischen Hauptstadt. Trotz der Morddrohungen wolle sie an den «Femen»-Prinzipien festhalten, bis sie «80 Jahre alt» sei, sagte sie Canal Plus. Femen hatte vergangene Woche in mehreren europäischen Städten einen «Topless Jihad Day» organisiert und dabei vor allem auch für Amina kämpfen wollen, die nach ihrem Protest zeitweise als vermisst galt. (sda)

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