Stucki Christian: «Ich musste auf die Zähne beissen»
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Stucki Christian«Ich musste auf die Zähne beissen»

Alle hatten ihn auf der Rechnung, er hielt dem Druck stand und siegte am Unspunnen souverän: der 142-Kilo-Koloss Christian Stucki.

von
Adrian Hunziker
Interlaken

Viele forderten den Sieg vom Seeländer, hatte er doch bereits eine starke Saison gezeigt. In den letzten zwei Wochen vor dem Unspunnen-Schwinget habe er keine Medien mehr konsumiert, um sich nicht noch mehr unter Druck zu setzen, verriet der 32-jährige Stucki. «Meine Frau hat mir sogar den Schlussgang (Schwingerheft, d. Red.) weggelegt.» Am Ende hielt der 142-Kilo-Brocken dem Siegesdruck stand und gewann nach dem Kilchberger-Schwinget 2008 das nächste grosse Schwingfest mit eidgenössischem Charakter.

Nach der verdienten Dusche versuchte der Berner seinen Erfolg von Interlaken in Worte zu packen. Er sei sehr müde, wie er selber sagte, es sei ein sehr langer Tag gewesen, aber er sei sehr glücklich. «Ich musste am Ende des Schlussganges auf die Zähne beissen», gab der Unspunnen-Sieger zu. Es sei ein harter Kampf gewesen und Curdin Orlik habe eine sehr starke Leistung geboten, zollte Stucki seinem Gegner Respekt.

Von der Familie angefeuert

Stucki sagte auch, dass er im Schlussgang die vielen Schreie seiner Fans gehört habe. «Ich glaube, ich habe meinen Vater und meine Schwester gehört. Aber so richtig wahrgenommen habe ich das am Ende nicht mehr.» Zu konzentriert bei der Sache sei er gewesen.

Nun schaut der Kilchberger- und Unspunnen-Sieger bereits nach vorne. Der Sieg am Eidgenössischen ist für ihn ganz klar noch ein Ziel. Der Seeländer wird 2019 in Zug mit 34 Jahren seine letzte Chance auf den Triumph zu nutzen versuchen.

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