Aktualisiert 07.04.2020 15:29

«The Voice»-Sieger Remo«Ich musste heute Morgen zuerst nach mir googeln»

Remo Forrer (18) hat am Montag «The Voice of Switzerland» zu Hause auf dem Sofa gewonnen. Der Toggenburger über die Lockdown-Show, seine Mini-Siegesfeier und seine Zukunft.

von
kfi

Siegerehrung ohne Tamtam: Aufgrund der Corona-Pandemie erfuhr «The Voice» Remo Forrer am Telefon von seinem Triumph.<i>(Video: 3+)</i>

Remo, du hast gerade die Schweizer Ausgabe der erfolgreichsten Castingshow der Welt gewonnen – vom heimischen Sofa im Toggenburg aus. Absurd?

Total! Und natürlich ein ganz anderes Feeling, als wenn ich die Show in einem grossen Live-Finale mit Publikum gewonnen hätte. Heute Morgen musste ich zuerst mal nach mir googeln, um zu überprüfen, ob das alles wirklich passiert ist.

Die grosse Siegerparty fiel wegen des Corona-Lockdowns ins Wasser. Wie hast du trotzdem gefeiert?

Im engsten Familienkreis. Wir haben vor der Sendung den Champagner für alle Fälle kaltgestellt.

Wie sieht es aktuell auf deinem Smartphone aus?

Es glüht. Zwischendurch hatte ich Angst, dass es bald nicht mehr funktionieren würde. Die Benachrichtigungen habe ich jetzt ausgeschaltet. Es ist schon verrückt, wer mich da kontaktiert. Bei gewissen Leuten weiss ich nicht einmal, woher sie meine Nummer haben.

Der grosse Moment im Fernsehen fiel wegen den Umständen dagegen kurz und schmerzlos aus.

Ich finde es sehr schade, dass es bei der Siegerverkündung keine Liveschaltung gab. Immerhin war es eine riesige Botschaft, die ich per Telefon bekommen habe. Plötzlich war die Sendung zu Ende, ohne dass ich meine Emotionen hätte teilen können. Es gab aber gleich im Anschluss an die Sendung einen Livestream mit Noah und mir auf Youtube.

Wie gross war die Enttäuschung denn, als ihr vom Mini-Finale erfahren habt?

Am Anfang schon sehr gross. Ich wusste seit Januar, dass ich im Finale bin. Ich habe das wochenlang für mich behalten und mich im Hintergrund intensiv auf eine Liveshow vorbereitet. Dann kam die Ungewissheit, ob das Finale überhaupt wird stattfinden können. Und irgendwann die Meldung, dass es eins gibt – aber nicht im Studio. Darüber freute ich mich wiederum.

War es der richtige Entscheid? Andere Shows wie DSDS fanden und finden trotzdem statt, aber ohne Publikum.

Man macht sich schon seine Gedanken. Aber mit den acht Finalisten, den Coaches und allen Produktionsmitarbeitern gibt es halt viele Beteiligte. Die Vorschriften trotzdem einzuhalten, ist schwierig. Die Gesundheit geht da vor.

Konzerte und Auftritte sind bis auf weiteres ebenfalls kein Thema. Wie geht es jetzt weiter für dich?

Die Ausgangslage ist natürlich eine völlig andere, das ganze Tamtam nach dem Sieg bleibt aus. Social Media und die Medien sind im Moment meine einzige Kontaktmöglichkeit nach aussen. Ich versuche jetzt, die Leute von zu Hause aus zu begeistern. Immerhin haben sie genügend Zeit, um sich meine Single, die am 17. April erscheint, anzuhören.

Mit «Sign of Times» zum Sieg: Remos Auftritt im «The Voice»-Finale 2020. (Video: 3+)

«The Voice»: Remo Forrer ist der Sieger

Der Sänger aus dem Team Noah überzeugte bei seiner finalen Performance.
(Video: 3+)

Wie sieht dein Alltag seit dem Lockdown aus?

Das Sportgeschäft, in dem ich meine Lehre mache, ist geschlossen. Ich arbeite nur noch einen Tag in der Woche, mache zum Beispiel Skiservice. Ansonsten bin ich zu Hause und widme mich der Musik. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, mir während dieser speziellen Zeit das Gitarrenspielen selbst beizubringen. Das klappt ganz gut.

Bist du single?

Ja. Angebote hätte ich jetzt zwar genug, aber da bin ich ganz entspannt. Ich suche jetzt nicht gleich eine Freundin und will heiraten.

Apropos heiraten: Hängst du deine Karriere als Hochzeitssänger nun an den Nagel?

Nein, das will ich unbedingt auch weiterhin machen. Fünf Minuten nach meinem Sieg gestern kam auch schon die erste Anfrage für eine Hochzeit rein. Und es folgten noch einige über Nacht. Vielleicht erhöhe ich jetzt einfach die Gage etwas.

Als Gewinner von «The Voice of Switzerland» erhält Remo Forrer einen Vertrag mit dem Major-Label Universal Music. Seine Debüt-Single erscheint am 17. April.

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