«Ich musste mich nackt auf den Boden legen»
Aktualisiert

«Ich musste mich nackt auf den Boden legen»

Dieter Bohlen und seine Freundin Carina sind immer noch tief geschockt vom Überfall. In einem Interview berichtet Carina, wie sie nackt auf dem Küchenboden um ihr Leben fürchtete und weshalb Bohlen ein Held ist.

Bohlen, seine Freundin und zwei Hausangestellte waren am Montag von zwei bewaffneten Räubern in dem Haus überfallen und gefesselt worden. Sie zwangen Bohlen nach dessen Angaben mit Waffengewalt, 60.000 Euro herauszugeben. Bohlen konnte flüchten und rief die Polizei. Die Täter waren aber bereits über alle Berge.

Als die Männer ins Haus kamen, schlief Carina Fatma, wie sie in einem Interview mit der Bild-Zeitung erklärte: «Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich plötzlich eine Pistole am Kopf spürte. Dann war da der Mann mit der Maske. Ich konnte nur seine Augen sehen. Er schrie mich sofort an: ,Komm mit. Komm sofort mit.' Er war ziemlich aufgeregt. Dann brüllte er mich an: ,Hast du die Bullen gerufen? Ich erschiesse dich, wenn die Bullen hier auf der Matte stehen.' Immer wieder hat er gesagt,

dass er mich umbringen wird».

Carina hat nicht viel von den Tätern gesehen: «Ich lag ja die ganze Zeit auf dem Bauch mit den Augen zum Boden. Ich habe nur den Rucksack von einem Mann gesehen. Die beiden waren noch sehr jung. Ganz am Anfang dachte ich deshalb sogar, dass es ein Scherz sein sollte.»

Sie konnte sich gemäss einem Interview in der Bild-Zeitung nicht einmal anziehen. Carina: «Das ging ja alles ganz schnell. Ich hatte nur ein weisses T-Shirt an. Sonst nichts.» Sie konnte sich gerade noch die Bettdecke greifen und mitnehmen als sie das Schlafzimmer verlassen musste.

Der Mann bedrohte sie mit der Pistole. In der Küche unten wartete auch der andere Mann. Als sie Dieter, den Gärtner und die Haushälterin gefesselt auf dem Boden sah, wusste sie, «dass wir in Lebensgefahr sind.»

Sie musste sich nackt auf den Küchenboden legen

Der Mann, der sie aus dem Schlafzimmer geholt hatte, riss ihr die Bettdecke weg. Der andere fesselte Carina. Sie musste sich auf dem Bauch auf den Boden legen. Sie war nackt.

Haben Sie sich vor den anderen Männern geniert?, fragt die Bild-Zeitung. Aber

Carina hatte andere Probleme: «Ich habe immer nur gedacht: Hoffentlich bringen die uns nicht um».

Die Männer hatten offensichtlich panische Angst, dass Alarm ausgelöst wird und die Polizei kommt. Carina: «Sie wollten unbedingt die Videobänder aus der Überwachungskamera haben. Dieter sagte ihnen, dass es keine Bänder gibt. Die Bilder würden gleich per Internet zur Polizei übertragen. Da piepte plötzlich in der Küche der Herd. Die Männer dachten, das sei die Alarmanlage. Sie wurden noch aggressiver und noch nervöser. Immer wieder schrien sie, dass sie uns alle erschiessen.»

Bohlen schrie die Täter an

Dieter Bohlen habe in der ganzen Situation die Situation soweit wie möglich unter Kontrolle gehabt: «Er war der Einzige, der nie die Fassung verloren hat. Als ich auf dem Boden lag und in seine Augen sah, dachte ich: Er ist absolut ein Held.» Brenzlig wurde es nur, «als er die Typen anschrie und meinte, sie hätten doch jetzt genug Geld und sollten gefälligst abhauen – das war schon ziemlich heftig.»

Im Moment ist der Verbleib im Haus für die Beiden ausgeschlossen. Deshalb flüchten die Promis in den Urlaub. Carina: «Wir wissen noch nicht, wo wir Weihnachten feiern werden. Danach geht's erst einmal auf die Seychellen in den Urlaub. Und danach müssen wir weitersehen.»

Noch fehlt jede Spur

Am Mittwoch liefen die Ermittlungen der Polizei weiter, vor allem die Hinweise aus der Bevölkerung nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern würden abgearbeitet, wie Polizeisprecher Matthias Rose in Winsen/Luhe sagte. Die Täter waren von einer Videokamera gefilmt worden. (dapd)

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