Carlo Janka: «Ich musste über die Bücher gehen»
Aktualisiert

Carlo Janka«Ich musste über die Bücher gehen»

Der Schweizer Skifahrer Carlo Janka will zurück an die Weltspitze. Im Interview verrät der Olympiasieger, warum er vom Saisonstart in Sölden nicht allzu viel erwartet.

von
Marcel Allemann

Carlo Janka, wie verlief Ihre Saisonvorbereitung? Man hat gehört, dass Sie Probleme bei der Abstimmung mit den Skischuhen haben.

Carlo Janka: Das ist richtig. In Sachen Schuhe und Material läuft sicher noch nicht alles perfekt, das müssen wir noch in den Griff bekommen. Körperlich verlief dafür alles gut, auch mein Rücken, der zuletzt meine Problemzone war, macht keine Schwierigkeiten mehr.

Wie zuversichtlich sind Sie angesichts dieser Material-Sorgen für den Saisonstart in Sölden?

Sölden kommt vielleicht noch ein wenig zu früh, aber ich bin optimistisch, dass wir dieses Problem bis zu den Nordamerika-Rennen im Griff haben.

Es warten nach zuletzt schwierigen Zeiten alle wieder auf den Carlo Janka, der wie früher um Siege mitfährt. Wann glauben Sie selbst, dass man diesen Carlo Janka wieder sehen wird?

Ich hoffe so schnell wie möglich, aber das Ganze ist nicht so einfach. Vor zwei Jahren hat alles funktioniert und das war damals natürlich sehr schön. Ich hoffe, dass es irgendwann wieder so sein wird, aber dafür muss alles zusammen passen, sonst ist es schlicht nicht möglich, an der Spitze mitzufahren.

Janka beim Schwingen

Was lernt man aus Saisons wie der letzten, als die Topresultate ausblieben?

Sehr viel. Der Lernprozess ist grösser, als wenn alles gut läuft. Ich musste über die Bücher gehen und alles ein wenig hinterfragen. Denn man will da ja wieder rausfinden. So gesehen war es eine enorm lehrreiche Zeit.

Gibt es ein Hauptaugenmerk bei den Disziplinen? Werden Sie etwas verändern?

Nein, das halte ich weiterhin wie gehabt. Ausser den Spezialslalom habe ich weiterhin vor, sämtliche Disziplinen zu bestreiten.

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