16.09.2020 09:31

Besitzerin sucht nach Töfffahrer«Ich musste zusehen, wie er meine Babykatze überfuhr und abhaute»

Eine Frau (24) musste mit ansehen, wie ihre junge Katze von einem Motocross getötet wurde. Der Fahrer machte sich aus dem Staub. Nun sitzt sie auf einer hohen Tierarztrechnung.

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Tania Duncan (24) mit ihrer Katze Angelina.

Tania Duncan (24) mit ihrer Katze Angelina.

zvg
Die einjährige Katze wurde im August vor den Augen ihrer Besitzerin überfahren.

Die einjährige Katze wurde im August vor den Augen ihrer Besitzerin überfahren.

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Ein Motorradfahrer fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit diese Strasse hinab.

Ein Motorradfahrer fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit diese Strasse hinab.

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Darum gehts

  • Die einjährige Katze der Seeländerin Tania Duncan wurde vor ihren Augen überfahren. Der Fahrer des Motorrads beging Fahrerflucht.
  • Nun sucht die 24-Jährige nach dem jungen Lenker. Sie hofft, dass dieser Verantwortung übernimmt.
  • Duncan muss eine hohe Tierarztrechnung bezahlen, die sie sich nicht leisten kann.

Tania Duncan (24) fällt es schwer, über jenen Tag zu reden, als ihre junge Katze Angelina vor ihren Augen überfahren wurde. «Ich habe seither Albträume und Gewissensbisse, weil ich ihr nicht helfen konnte», sagt die Frau aus Diessbach bei Büren. An jenem Tag im August fuhr ein Mann auf einem Motorrad mit überhöhter Geschwindigkeit die Quartierstrasse hinunter, in der die Seeländerin lebt. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt per Zufall gerade auf der Strasse. Als sie sich umdrehte, war es schon zu spät: «Ich musste zusehen, wie er mein Kätzchen überfuhr und einfach abhaute.»

«Ich habe laut geschrien und kümmerte mich um Angelina», so Duncan. Der Fahrer des Motorrads sei einfach weitergefahren. Sie könne sich bei bestem Willen nicht vorstellen, dass dieser den Unfall nicht mitbekommen habe. Nach dem Unfall brachte Duncan ihre verwundete Katz zum Tierarzt. Dieser musste Angelina kurz darauf einschläfern, die Wunden des Kätzchens waren zu gravierend.

Hohe Rechnung obendrauf

«Ich habe eine Anzeige gegen unbekannt erstattet», so Duncan. Jedoch hegt sie keine grossen Hoffnungen, dass die Polizei den Flüchtigen findet. Über Facebook bat sie nun Freunde und Bekannte, nach dem Motorradfahrer Ausschau zu halten. «Er war jung, hatte kurze, blaue Hosen an, trug ein graues T-Shirt und einen schwarzen Helm.» Ein Nummernschild konnte sie nicht erkennen. «Ich hoffe, dass ihn jemand erkennt oder er sich persönlich bei mir meldet.»

Neben dem Schock und der Trauer sitzt Duncan nun auch noch auf einer hohen Tierarztrechnung: «Ich kann mir diese eigentlich gar nicht leisten.» Sie zähle darauf, dass der Verursacher Verantwortung übernehme und zumindest einen Teil davon übernehme. Personen, die ihr bei der Suche helfen könnten, bittet Duncan, sich via E-Mail bei ihr zu melden: tania.duncan@hotmail.com

Fahrerflucht lohnt sich nicht

Wer in der Schweiz eine Katze überfährt, muss in jedem Fall anhalten und dies melden. Fährt die Person einfach weiter, handelt diese pflichtwidrig und muss mit einer Busse rechnen. Schwerwiegender wirkt sich die Strafe aus, wenn die Katze nach dem Zusammenstoss noch lebt und verletzt ist. In einem solchen Fall kann der Lenker wegen Tierquälerei und zu einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.

(RC)

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