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FCB-Akanji«Ich nehme alles Schritt für Schritt»

FCB-Nachwuchstalent Manuel Akanji will neben dem FCB auch in der Lehre eine gute Figur machen. Die Doppelbelastung macht dem 20-Jährigen nichts aus.

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«Ich nehme alles Schritt für Schritt», sagte Manuel Akanji, als er im Sommer 2015 vom Challenge-Ligisten Winterthur zum FC Basel wechselte.

«Ich nehme alles Schritt für Schritt», sagte Manuel Akanji, als er im Sommer 2015 vom Challenge-Ligisten Winterthur zum FC Basel wechselte.

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Der 21-jährige Winterthurer gilt als eines der grössten Innenverteidiger-Talente der Schweiz.

Der 21-jährige Winterthurer gilt als eines der grössten Innenverteidiger-Talente der Schweiz.

Keystone/Marcel Bieri
Neben dem Fussballerleben versucht sich der Bebbi auch auf kaufmännischer Ebene durchzuschlagen. Seine Lehre will der junge Akanji unbedingt noch beenden.

Neben dem Fussballerleben versucht sich der Bebbi auch auf kaufmännischer Ebene durchzuschlagen. Seine Lehre will der junge Akanji unbedingt noch beenden.

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Beim FC Basel ist er bisher noch ein unbeschriebenes Blatt. Neben Innenverteidigern wie Walter Samuel, Marek Súchy und Daniel Hoegh versucht der Schweizer U-21-Nationalspieler Manuel Akanji (20) die Balance zwischen Fussball und Lehrlingsausbildung zu meistern. «In erster Linie bin ich nach Basel gekommen um Fussball zu spielen. Aber meinen Eltern und mir war beim Wechsel nach Basel sehr wichtig, dass ich meine Lehre noch abschliesse», sagt Akanji. Als dieser Wunsch beim FCB gehört wurde, schaute sich der Verein umgehend nach möglich Lehrstellen um. Beim Autohändler und Sponsoringpartner Grosspeter AG in Muttenz wurde man fündig.

Die Lehre hat der ehemalige Winterthurer vor drei Jahren bereits begonnen. «Als ich merkte, dass ich die normale Lehre neben dem Fussball nicht packen werde, entschied ich mich zum Wechsel zu einer Sportlerlehre», so der Sohn einer Winterthurerin und eines Nigerianers. Wenn alles gut läuft, dann werde er in einem Jahr seinen Abschluss feiern können. Momentan ist die Doppelbelastung intensiv für den Youngster. Aber er nimmt die Herausforderung an. «Nach einem harten Training oder einem Auswärtsspiel im Ausland ist es am nächsten Morgen besonders hart. Aber ich will diesen Abschluss unbedingt», sagt er.

Berufslehre gehört zur Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung beim FC Basel ist das Herzstück des Vereins und geniesst einen sehr hohen Stellenwert. Seit dem Umbau des St. Jakob-Parks im Jahr 2001 haben es rund 50 Nachwuchspieler in die erste Mannschaft geschafft. Darunter klingende Namen Ivan Rakitic, Xherdan Shaqiri, Yann Sommer und Valentin Stocker. Auch aktuell sind ehemalige Nachwuchsspieler des FCB wie Zdravko Kuzmanovic, Taulant Xhaka und Breel Embolo absolute Leistungsträger im Team.

Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie haben einen Lehrabschluss. Das gehört zum Ausbildungskonzept des FC Basel. Sich ein Standbein für das Leben nach dem Fussball aufbauen. Auch wenn das für einen 20-Jährigen wie Manuel Akanji noch weit in ferner Zukunft liegt. «Ich nehme alles Schritt für Schritt», sagt er. Aus diesem Grund sei er in Basel auch so gut angekommen.

Weg vom Hotel Mama

Der Unterschied vom kleinen FC Winterthur zum grossen FC Basel ist für Manuel Akanji massiv. Aber auf positive Weise: «Ich lerne auf dem Platz jeden Tag dazu», sagt er. Wenn er unsicher ist oder etwas auf dem Herzen hat, kann er sich jederzeit mit seinen erfahreneren Teamkollegen austauschen. Auch sein Mitbewohner und Freunde helfen ihm in seiner neuen Umgebung klarzukommen. Seine Familie kommt zwar praktisch an jedes Heimspiel des FCB, die Zeiten, in denen seine Mutter nach dem Training das Essen auf den Tisch stellte, sind aber vorbei. Kein Problem für ihn.«Das gehört alles auf meine Werdegang hier in Basel dazu», sagt er souverän.

Sportlich muss er sich beim FC Basel wohl noch ein Weilchen auf seine Chance gedulden. Aber es scheint einen nächsten Stern am rotblauen Himmel zu geben, der bald funkeln wird. In der Innenverteidigung der Schweizer U-21-Nationalmannschaft ist Akanji kaum mehr wegzudenken. Für die anstehenden Spiele wurde wieder nominiert. Unnötig Druck macht sich das junge Nachwuchstalent aus Winterthur aber nicht. Akanji: «Im Fussball kann alles sehr schnell gehen. Ich lasse mich überraschen.»

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