Federer nur noch Nr. 7: «Ich orientiere mich nicht an der Weltrangliste»

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Federer nur noch Nr. 7«Ich orientiere mich nicht an der Weltrangliste»

Roger Federer ist nur noch die Nummer 7 der ATP-Weltrangliste. Es ist ein ungewohnter Anblick. Doch der Schweizer nimmt den Abstieg gelassen.

von
fbu

Roger Federer fällt an diesem Montag in der Weltrangliste der ATP auf den siebten Platz zurück. Damit rutscht das Tennis-Ass aus dem Baselbiet noch hinter Tomas Berdych und Juan Martin Del Potro und ist so schlecht klassiert wie seit 11 Jahren nicht mehr.

Der 32-Jährige nimmt den Abstieg gelassen. Nach dem Tief der letzten Wochen musste er wohl auch damit rechnen. «Momentan orientiere ich mich nicht an der Rangliste», gab Federer dementsprechend zu Protokoll. «Es geht darum, dass ich mein Spiel wieder auf die Reihe bringe, und das gelingt mir momentan ganz gut.»

Die Weltnummer 7 spricht damit auf die starke Leistung an, die er im Viertelfinal von Cincinnati gegen den Mann der Stunde, Rafael Nadal, gezeigt hat. Für einen Sieg hat es zwar nicht gereicht, Federer sieht aber eine aufsteigende Tendenz. «Ich hätte gewinnen können, vielleicht hätte ich sogar gewinnen müssen. Aber ich bin zufrieden mit meinen Fortschritten und freue mich nun auf das US Open.»

Rangierung für US-Open-Auslosung nicht relevant

Für die Auslosung des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres spielt es dann auch keine Rolle, ob Federer die Weltnummer 5 oder 7 ist. Sofern sich keiner der Top 4 einen frühen Fehltritt leistet, wartet der eine oder der andere so oder so im Viertelfinal auf den Baselbieter.

Oder anders gesagt: Federer braucht unabhängig von der Auslosung bereits in der Runde der letzten acht einen Exploit. Um die Punkte aus dem letzten Jahr zu verteidigen, ist für Federer die Qualifikation für den Viertelfinal allerdings Pflicht. 2012 scheiterte der Schweizer da gegen Tomas Berdych.

World Tour Finals wohl nicht in Gefahr

Gelingt ihm die Punkteverteidigung nicht, könnte es plötzlich eng werden im Rennen um die Teilnahme an den World Tour Finals in London. Momentan sieht es da allerdings noch nicht sehr dramatisch aus. Sein Vorsprung auf die Weltnummer 8, Jo-Wilfried Tsonga, beträgt 240 Punkte. Der Franzose muss die US Open allerdings verletzungsbedingt sausen lassen.

Stanislas Wawrinka belegt momentan den neunten Rang. Der Rückstand des Romands liegt bei 535 Punkten, die Weltnummer 10, Richard Gasquet, müsste 660 Punkte auf Federer gutmachen. Die Gefahr, beim Saisonhöhepunkt zum ersten Mal seit 2001 nicht dabei zu sein, hält sich also in Grenzen.

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