Federer über Hingis: «Ich sah Hingis immer gerne zu»

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Federer über Hingis«Ich sah Hingis immer gerne zu»

Nach seinem Achtelfinalsieg in Basel huldigt Roger Federer Martina Hingis. Er sieht in ihr eine Wegbereiterin für seine eigene Karriere.

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kai
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Die Karriere von Martina HingisIm Oktober 2017 gibt Hingis bekannt, dass sie ihre Karriere nach den WTA-Finals in Singapur mit 37 Jahren beenden wird.

Die Karriere von Martina HingisIm Oktober 2017 gibt Hingis bekannt, dass sie ihre Karriere nach den WTA-Finals in Singapur mit 37 Jahren beenden wird.

/Julian Finney
Zuletzt spielt sie erfolgreich Doppel mit der Taiwanesin Chan Yung-Jan.

Zuletzt spielt sie erfolgreich Doppel mit der Taiwanesin Chan Yung-Jan.

/Julian Finney
An den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewinnt Hingis mit Timea Bacsinszky Silber im Doppel.

An den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewinnt Hingis mit Timea Bacsinszky Silber im Doppel.

Keystone/Laurent Gillieron

Nur zwei Stunden hat Roger Federer gebraucht, um an den Swiss Indoors die Viertelfinals zu erreichen. Das 6:1, 6:3 – mit diesem Resultat hatte er bereits Frances Tiafoe besiegt – gegen den Franzosen Benoît Paire war schnell analysiert, also blieb nach der Partie noch Zeit, über den Rücktritt von Martina Hingis zu sprechen.

«Ich hatte schon vor Monaten Gerüchte gehört, dass es ihre letzte Saison sein könnte», sagte Federer. Seit einer Woche wisse er nun, dass der Entscheid definitiv sei. «Es macht mich nicht traurig, weil Martina lange dabei war und mit sich im Reinen ist, was ich wunderbar finde», sagte Federer, «aber natürlich ist es schade, dass wir sie nicht mehr spielen sehen werden. Ich habe ihr immer gerne zugeschaut.» Zudem sei Hingis ihm gegenüber immer sehr nett und offen gewesen. «Das liebe ich an ihr.»

Anschauungsunterricht in Australien

Der 36-Jährige erinnert sich gut an die gemeinsame Woche Anfang 2001 im australischen Perth, als sie zusammen den Hopman-Cup bestritten und gewannen. Die ein Jahr ältere Ostschweizerin war zu diesem Zeitpunkt bereits fünffache Grand-Slam-Siegerin im Einzel und die Nummer 1 der Welt, während der Baselbieter noch auf seinen ersten Turniersieg wartete und im Ranking Position 29 belegte. «Es war eine grossartige Erfahrung, von ihr zu lernen und zu sehen, wie sie es macht», erinnert sich Federer.

Der 19-fache Grand-Slam-Champion sieht denn in Hingis auch eine Wegbereiterin für seine eigene Karriere: «Sie hat mir gezeigt, was zu tun ist, um der Beste zu werden. Als Schweizer konnten wir uns glücklich schätzen, jemanden von ihrem Kaliber zu haben.»

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