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Neue Zeugenaussage«Ich sah Maddie in einem Van liegen»

Gibt es neue Hoffnung im Fall der verschwundenen Madeleine McCann? Ein Mann behauptet nun, das Mädchen am Tag der Entführung in einem weissen Van gesehen zu haben.

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Der Fall McCann könnte mit der Aussage von Carlos Moreira eine neue Wende nehmen. Der 65-Jährige gibt an, dass er am Tag von Madeleines Verschwinden ein Kind in einem weissen Van gesehen habe. Jetzt, drei Jahre später, ist er sich sicher, dass es sich dabei um die entführte Vierjährige gehandelt hat.

«Sie trug einen weissen oder gelben oder rosaroten Pyjama. Ich konnte ihre Hände und Füsse sehen. Sie lag auf einem Stapel Kleider», erzählte Moreira der britischen Tageszeitung «The Sun». «Sie bewegte einen ihrer Finger, während sie tief und fest schlief. Sie wachte auch nicht auf, als sich die Van-Tür öffnete. Es schien, als ob sie unter Drogen stehen würde», so der Zeuge weiter.

Entführer sahen aus wie Roma

Zeuge Moreira fuhr am Tag des Verschwindens von Carregado nach Alentejo. Am Morgen des 4. Mai habe er in Benavente kurz angehalten und sei in eine Bar gegangen. Dort habe er einen «grossen, starken Mann» gesehen. «Der Mann war etwas dick, aber gutaussehend», sagt der Zeuge. Er sei etwa 40 Jahre alt gewesen und «sah aus wie ein Roma». Im hinteren Teil des Vans habe er dann eine Frau gesehen. «Ich merkte bald, dass sie zusammengehören.» Die Frau sei etwas älter gewesen, etwa 60- bis 65-jährig, und habe graue Haare gehabt.

Die Ermittler prüfen nun die neuen Erkenntnisse – und machen sich aufgrund der Zeugenaussage grosse Hoffnungen: Als Moreira ein bislang unveröffentlichtes Phantombild gezeigt wurde, identifizierte er den Mann als den Van-Chauffeur. «Es könnte zu einem Durchbruch führen», meldete der Sprecher der McCanns, Clarence Mitchell.

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