AI verurteilt Syrien-Video: «Ich schwöre bei Gott, ich habe nicht geschossen»
Aktualisiert

AI verurteilt Syrien-Video«Ich schwöre bei Gott, ich habe nicht geschossen»

Ein Exekutions-Video bringt die syrischen Aufständischen in die Kritik. Amnesty International spricht von Kriegsverbrechen. Die UNO fordert eine Untersuchung.

von
kub

Syrische Rebellen sollen nach Berichten von Amnesty International und der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte Gefangene exekutiert haben, darunter auch Regierungssoldaten.

Auf einem Amateurvideo ist zu sehen, wie Rebellen anscheinend gefangene Soldaten regelrecht hinrichten. «Weisst Du nicht, dass wir auch zum Volk dieses Landes gehören?», sagte etwa ein Aufständischer zu einem am Boden liegenden Soldaten. Dieser antwortete in Todesangst: «Ich schwöre bei Gott, dass ich nicht geschossen habe.» Einige scheinen verwundet. Bevor sie erschossen wurden, werden die Soldaten noch von den Rebellen geschlagen und getreten. Die Echtheit des Videos konnte zwar nicht geklärt werden, sein Inhalt stimmt aber mit anderen Berichten der Nachrichtenagentur AP aus der Gegend überein.

Verurteilungen

Der Vorfall soll sich in der Nähe der nordsyrischen Stadt Sarakeb ereignet haben. Der Checkpoint wurde offenbar von Rebellen erobert, dann kam es zu den im Video dokumentierten Vorfällen. Bisher hat sich keine Gruppierung zu der Tat bekannt.

Die beiden Menschenrechtsgruppen zeigten sich entsetzt. Es wird von Kriegsverbrechen gesprochen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte verurteilte am Freitag die Erschiessungen. Auch die UNO fordert eine Untersuchung der Ereignisse. (kub/dapd)

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