Alex Frei: «Ich sehe das 1:1 als Erfolgserlebnis»
Aktualisiert

Alex Frei«Ich sehe das 1:1 als Erfolgserlebnis»

Sportchef Marco Streller nahm nach der Freistellung von Raphael Wicky die Mannschaft in die Pflicht. Aber der FCB verpasst es gegen Xamax einen Schritt aus der Krise zu machen.

von
E. Tedesco
Neuenburg

Alex Frei zieht nach dem 1:1 gegen Xamax und seinem Debüt als SL-Trainer ad interim ein erstes Fazit. (Video: 20 Minuten)

Die Welt konnte auch Alex Frei nicht neu erfinden. Aber der FCB-Trainer ad interim versuchte zumindest, der Mannschaft neue Impulse zu geben. Frei stellte auf ein 4-4-2-System um. Er brachte mit Eray Cümart (20 Jahre) und Noah Okafor (18) zwei von den letzten Niederlagen unter Raphael Wicky unbelastete Kräfte. Für das 18-jährige Eigengewächs Okafor musste 5-Millionen-Mann Dimitri Oberlin weichen, der es nicht einmal aufs Matchblatt schaffte.

«Der Trainer hat immer Recht», begründet Frei seine Wahl lachend, nachdem er das Vertrauen vom Spieler zurück bekam. Okafor erzielte nach herrlicher Vorarbeit von Luca Zuffi das 1:0 für den FCB. Zum ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge inklusive Vorbereitung reichte es nicht. Raphael Nuzzolo traf in der 86. Minute zum verdienten Ausgleich des Aufsteigers. Der FCB kann auch unter Alex Frei nicht verbergen, wie verwundbar er ist.

Lässig für die Zuschauer, aber nicht für den Trainer

Alex Frei in seiner ersten Analyse als Super-League-Trainer ad interim: «Ich war mit den ersten 20 Minuten sehr zufrieden. Leider haben wir es in dieser Phase verpasst, Nadelstiche zu setzen. Danach haben wird das Spieldiktat verloren und es wurde zum sogenannten Pingpongspiel. Das ist zwar lässig für die Zuschauer, aber nicht für die Nerven des Trainers. Am Ende muss man sagen, dass der Punkt für Xamax als auch für uns verdient war. Ich sehe das 1:1 als Erfolgserlebnis, wenn man hernimmt, dass der FCB die letzten fünf Spiele inklusive Vorbereitung nicht gewonnen hat. Positiv ist auch, dass wir nach längerer Zeit wieder einmal 1:0 in Führung gegangen sind und das stimmt mich auch für den Mittwoch zuversichtlich. Eigeninteressen interessieren jetzt nicht.»

Am Mittwoch muss der FCB im Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Paok Saloniki ein 1:2 im Hinspiel ausbügeln, wenn man bei Rotblau weiter von der Königsklasse träumen will. Immerhin gibt es Anzeichen, dass die Wende gelingen könnte. Gegenüber den letzten Partien zeigte sich der FCB deutlich Gesicht verbessert und kann zumindest ein wenig mehr Selbstvertrauen aus dem 1:1 mitnehmen, als zuletzt. Für den Rest und die nötigen Emotionen soll Frei sorgen.

Frei schickt Familie für den FCB in die Ferien

«Man hat mich nach der Trennung von Wicky, den ich unheimlich schätze, angerufen und mich gefragt, ob ich das vorübergehend machen würde. Ich habe das mit meiner Frau besprochen. Zum Glück sind sie derzeit aber für fünf Tage in Grächen in den Ferien und so hat sich das per Zufall gut getroffen. Wenn man das Gefühl hat, dass ich derjenige bin, der das hier vorübergehend einigermassen hinbekommen, dann mache ich das gerne», so Frei, «denn der FC Basel ist der Club meines Herzens.»

Und bei dem wird er, das ist sicher, auch am 1. August im Joggeli an der Seitenlinie stehen, und versuchen, den FCB in die nächste Runde und seinen Freund und FCB-Sportchef Marco Streller aus der sportlichen Misere zu helfen.

«Ich sehe das 1:1 als Erfolgserlebnis»

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