Aktualisiert 13.06.2017 07:55

Janosch gratuliert Petar«Ich spürte, dass die Kraft nicht mehr reicht»

Die Niederlage schmerzt, nicht nur körperlich. Doch einen Tag nach seinem letzten Kampf bekräftigt Janosch Nietlispach: Sein Gegner hat verdient gewonnen.

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«Bist ein geiler SIech, Petar»: Keine Spur von bösem Blut zwischen den Kickboxern Janosch Nietlispach und Petar Majstorovic. (Video: Alice Grosjean/Tamedia)

Der Fight war hart – und knapp: Als es bei der K1-Kampfnacht am Samstag in der Zuger Bossard-Arena nach drei Runden zwischen Ex-Bachelor Janosch Nietlispach (28) und Petar Majostorvic (42) unentschieden stand, wurde eine vierte, entscheidende Runde eingeläutet.

Dort knickte Janosch ein: «Ich war am Ende, mein Bein schmerzte, und ich hab gespürt, dass die Kraft nicht mehr reicht.» Für jeden Sportler sind das besonders schwere Momente – beim letzten Ernstkampf erst recht. Doch Janosch weiss, dass es kein Zurück gibt: «Ich hab in dem Moment entschieden, dass ich Petar den Sieg gönnen mag.»

«Die Worte kommen von Herzen»

Wie sieht das mit einem Tag Distanz aus? Nach hunderten aufmunternden Whatsapp- und Social-Media-Nachrichten und einem Anruf von seinem Kontrahenten sagt Janosch: «Ich habe Petars Karriere verfolgt, er ist eine Legende in unserem Sport, hat 20 Jahre hart dafür gekämpft.» Janosch hält daran fest: «Er hat den Sieg verdient. Die Worte kommen von Herzen.»

Im Vorfeld der Kickbox-Derniere von Nietlispach kamen vor allem von Majstorovic harte Ansagen («Ich wollte noch niemanden so verprügeln wie Janosch»). Diese Gifteleien haben sie am Samstag offenbar weggeprügelt. Noch im Ring sagt Janosch nach dem Kampf: «Petar ist mein neues Idol.»

Versöhnlich dann auch die Szenen in der Garderobe: Die beiden sitzen nebeneinander, plaudern minutenlang, umarmen einander. «Denen haben wirs gezeigt», sagt Majostorovic. Und Janosch schlägt vor: «Nachher trinken wir eins. Zahlen musst aber du!» Beide lachen. Happy End für Janosch, trotz Niederlage.

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