Sirnach TG: «Ich spürte, wie mich der Strom durchfuhr»

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Sirnach TG«Ich spürte, wie mich der Strom durchfuhr»

Beim Match zwischen Sirnach und Weesen schlug der Blitz ins Feld ein. Drei Per­sonen mussten ins Spital.

von
ELI
Thomas Hinder zeigt, wo der Blitz einschlug. (Silvana Hungerbühler)

Thomas Hinder zeigt, wo der Blitz einschlug. (Silvana Hungerbühler)

Es lief die 65. Minute im 2.-Liga-Spiel, als gestern kurz vor 12.30 Uhr der Blitz auf dem Fussballplatz Kett einschlug. «Ich stand in der Nähe des Mittelkreises», erzählt Ralf Bühler (28), Innenverteidiger des FC Sirnach. «Es gab ein Zischen und einen ungeheuren Chlapf», so Bühler weiter, «und ich spürte, wie mich der Strom von den Füssen bis zu den Haarspitzen durchfuhr.»

Zwei Weesener Spieler seien sogleich zu Boden gegangen, so ein Augenzeuge, ebenso ein Linienrichter und zwei Balljungen. Zuschauer berichteten, wie ihre Regenschirme gefunkt und geknistert hätten. Er selbst sei noch bis zur Garderobe gekommen, erzählt Ralf Bühler, wo sein Nacken zu schmerzen begonnen und sich mit einem Mal seine Sicht getrübt habe. Bühler: «Es war wie ein dichter Nebel.»

Die Sanität rückte mit drei Krankenwagen an, behandelte die Betroffenen zunächst vor Ort. Ralf Bühler, der Linienrichter und einer der Balljungen mussten zur Kontrolle ins Spital nach Wil.

«Wir hatten enormes Glück», bilanziert Sirnach-Präsident Thomas Hinder, «keiner der Spieler scheint direkt vom Blitz getroffen worden zu sein.» Auch habe der Schiedsrichter alles korrekt gemacht, denn es habe keinerlei Anzeichen für ein so heftiges Gewitter gegeben. Hinder: «Es war der erste Blitz, und der schlug gleich bei uns ein.»

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