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Cancellara«Ich stand mit meinem Dieselmotor an»

Nichts wars mit dem Doppelpack. Fabian Cancellara, der vierfache Weltmeister im Zeitfahren, erreichte beim Rennen in Geelong (Au) nur den 50. Platz. Der Sieg ging an Thor Hushovd (No).

Stiess in den Steigungen an die Grenzen: Fabian Cancellara (l.) neben dem Australier Cadel Evans.

Stiess in den Steigungen an die Grenzen: Fabian Cancellara (l.) neben dem Australier Cadel Evans.

Fabian Cancellara, schildern Sie den Rennverlauf aus Ihrer Sicht.

Fabian Cancellara: Ich war sehr zuversichtlich und kam auch lange gut mit. Dann ­wurde ich von Beinkrämpfen heimgesucht. Damit war das WM-Rennen für mich gelaufen. In den beiden Steigungen hatte ich allerdings immer Mühe. Für mich war das kein idealer Parcours, vor allem, wenn man nicht zu 100 Prozent in Form ist. Ich bin gleichwohl zufrieden.

Die beiden Steigungen pro Runde waren also zu schwierig?

Zu Beginn der Steigungen hatte ich noch keine Probleme. Aber je mehr es hoch ging, desto mehr schmerzte es. Die Schwierigkeiten waren auf fünf der sechzehn Kilometer pro Runde konzentriert. Insgesamt mussten wir 22-mal einen Berg hoch fahren. Da stand ich mit meinem Dieselmotor an.

Ihr Kommentar zum neuen Weltmeister Thor Hushovd?

Er hat verdient gewonnen und mit seinem Triumph bewiesen, dass es richtig ist, vor der WM die Vuelta zu fahren. Hushovd ist ein Beispiel dafür, dass es im Leben für alles einen Grund gibt. Als ich in der Etappe der Tour de France nach Spa nach dem Massensturz dafür plädierte, gemeinsam und ohne Kampf ins Ziel zu fahren, musste ich Kritiken einstecken. Hushovd hätte das grüne Trikot holen können. Jetzt trägt er dafür das ­Regenbogentrikot. Was ist ­besser? (si)

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