Aktualisiert 25.05.2010 16:02

Amanda Seyfried

«Ich stehe auf Lovestorys»

Amanda Seyfried ist derzeit im Karrierehoch: Mit «Dear John», «Chloe» und «Letters to Juliet» ist sie den nächsten Wochen gleich dreifach im Kino zu sehen. 20 Minuten traf sie zum Interview.

Amanda Seyfried, «Dear John» ist ein sehr sinnlicher Film...

Amanda Seyfried: ...Allerdings, Regisseur Lasse Hallström wollte, dass alles realistisch und leidenschaftlich aussieht. Es sollte sich echt anfühlen. Durch die zahlreichen Briefe im Film haben wir auch viele vorgelesen. So war es sehr eindringlich und wir konnten den ganzen Prozess und die Energie miterleben.

Briefe sind lange Zeit die einzige Kommunikation zwischen Savannah und ihrem geliebten John, der an der Kriegsfront ist. Dadurch wird es auch ein bisschen zu einer Geschichte aus vergangenen Zeiten...

Absolut! Früher wussten die Leute, dass sie heiraten würden, nachdem sie sich gerade mal zwei Sekunden gesehen hatten. Heutzutage hingegen hinterfragen wir all unsere Beziehungen immer wieder, weil eine Heirat nicht mehr das ist, was wir unter allen Umständen anstreben. Man tut es einfach – so wie wir uns auch nur verlieben – wenn man das möchte. Früher hingegen musste man das einfach tun, es war wie eine Pflicht. Heute verlieben sich zwei Menschen ineinander und wissen, dass sie zusammengehören, aber man wartet nicht mehr auf jemanden. Die Leute haben das Gefühl, es sei es nicht wert, eine zeitliche oder räumliche Distanz zu überwinden. Natürlich, wenn im Film Savannah und John nicht durch den Krieg getrennt geworden wären, dann wären sie vielleicht früher auseinander gegangen. Aber man weiss ja nie was passiert und es ist doch wunderschön, welche Risiken sie auf sich nehmen, weil sie so starke Gefühle füreinander haben. Sie sind bereit, so lange wie nötig zu warten.

Das ist ja so romantisch!

Ja, und es ist wahnsinnig unschuldig und ehrlich. Es ist wunderschön anzusehen, weil man das heutzutage nicht mehr oft erlebt.

Schauen Sie sich solche Filme auch privat an?

Ich finde diesen Film sehr inspirierend, speziell auch für einen Schauspieler. Im Film zeige ich viele Gefühle und bin auch empfänglich dafür. Es ist erfüllend und absolut befriedigend, eine verliebte Person zu spielen! Ausserdem stehe ich auf Liebesgeschichten seit ich ein kleines Mädchen bin. Ich bin hier um das zu tun, was Claire Danes früher mit mir gemacht hat: Sie hat mich mehr als sonst irgendetwas inspiriert und hat massgeblich „Schuld" daran, dass ich heute hier bin und eine Karriere habe. Es ist wunderbar, junge Menschen zu inspirieren, wie das ja auch Savannah im Film tut. Und es ist toll, dass ich die Möglichkeit habe, das zu tun.

Sie haben beim Dreh eine Menge Zeit mit Channing Tatum verbracht. Was für Qualitäten hat er, abgesehen davon, dass er natürlich sehr gut aussieht?

Channing ist sehr verspielt. Und wir haben einander sehr respektiert. Das ist die Basis unserer Freundschaft und der Grund dafür, dass wir uns so gut verstehen. Natürlich hat er mit uns allen auch viele verrückte Dinge gemacht am Set. Manchmal war alles ziemlich mühsam, hat aber trotzdem viel Spass gemacht. Er ist einer der lustigsten Menschen die ich kenne.

«Dear John» startet am 06. Mai in den Deutschschweizer Kinos.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.