Aktualisiert 12.02.2015 13:25

DSK-Prozess in Lille

«Ich stelle dir ein wunderbares Mädchen vor»

Jetzt werden die SMS von Dominique Strauss-Kahn behandelt. Darin verspricht er etwa einem Kollegen, er werde ihm eine Frau vorstellen – als Geschenk.

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Dominique Strauss-Kahn verlässt am 16. Februar das Gerichtsgebäude.

Dominique Strauss-Kahn verlässt am 16. Februar das Gerichtsgebäude.

Keystone/AP/Michel Spingler
Gute Laune? Dominique Strauss-Kahn sagt am 12. Februar 2015 zum dritten Mal im Zuhälterei-Prozess aus.

Gute Laune? Dominique Strauss-Kahn sagt am 12. Februar 2015 zum dritten Mal im Zuhälterei-Prozess aus.

Keystone/AP/Michel Spingler
Es ging um 37 SMS, die der ehemalige IWF-Chef mit anderen Angeklagten zwischen Juni 2009 und Ende 2010 ausgetauscht hatte. Ausserdem musste er sich wegen einer «Junggesellenwohnung» in Paris rechtfertigen.

Es ging um 37 SMS, die der ehemalige IWF-Chef mit anderen Angeklagten zwischen Juni 2009 und Ende 2010 ausgetauscht hatte. Ausserdem musste er sich wegen einer «Junggesellenwohnung» in Paris rechtfertigen.

Keystone/AP/Michel Spingler

Im Prozess um Sex-Partys mit Callgirls muss der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Donnerstag ein drittes Mal vor Gericht erscheinen.

Bis anhin hatte er alle Vorwürfe wegen Zuhälterei zurückgewiesen. Er sehe sich nicht nur «in keinster Weise als Organisator dieser Abende», er habe auch nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren.

«Freizügige Frauen» statt Prostituierte

Tatsächlich hat DSK auf alle Anschuldigungen der Anklage eine passende Erklärung gegeben. Er sei bei den Partys nur «Gast» gewesen. Ausserdem sei er wohl etwas «naiv», weil er nicht bemerkt hatte, dass die Frauen für ihre Dienstleistung bezahlt worden waren. Aus seiner Sicht gab es keinen Anlass anzunehmen, dass die Beteiligten etwas anderes gewesen seien als «freizügige Frauen» .

In der «Carlton»-Affäre – benannt nach einem der Luxushotels, wo die Sex-Orgien gefeiert wurden – müssen sich mit Strauss-Kahn noch 13 weitere Angeklagte verantworten. Wegen der Teilnahme von Prostituierten wird ihnen organisierte Zuhälterei vorgeworfen.

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