30.06.2020 16:26

Katy Perrys Seelenbeichte

«Ich stürzte ab»

Die Trennung von Orlando Bloom und beruflicher Druck machten Katy Perry vor drei Jahren so sehr zu schaffen, dass sie an Suizid dachte. Darüber spricht die Sängerin erstmals in einem Interview.

von
Katja Fischer
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Sängerin Katy Perry spricht in einem Interview mit einem kanadischen Radiosender offen und ausführlich über ihre Lebenskrise.

Sängerin Katy Perry spricht in einem Interview mit einem kanadischen Radiosender offen und ausführlich über ihre Lebenskrise.

KEYSTONE
Auslöser sei die Trennung von Orlando Bloom gewesen. Inzwischen sind die Sängerin und der Schauspieler wieder zusammen und erwarten ihr erstes gemeinsames Kind.

Auslöser sei die Trennung von Orlando Bloom gewesen. Inzwischen sind die Sängerin und der Schauspieler wieder zusammen und erwarten ihr erstes gemeinsames Kind.

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Auch mit dem beruflichen Druck kam Perry nicht mehr klar, als 2017 ihr Album floppte.

Auch mit dem beruflichen Druck kam Perry nicht mehr klar, als 2017 ihr Album floppte.

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Darum gehts

  • Katy Perry spricht in einem Radiointerview über ihre Lebenskrise im Jahr 2017.
  • Damals hatte sich die Sängerin von Orlando Bloom getrennt. Ausserdem floppte ihr Album «Witness».
  • Dankbarkeit habe sie vor dem Suizid bewahrt.
  • Heute ist Perry wieder mit Bloom zusammen und bekommt ein Kind mit ihm.

Noch diesen Sommer ist Geburtstermin: Sängerin Katy Perry (35) ist hochschwanger und erwartet mit Schauspieler Orlando Bloom (43) ihr erstes Kind, ein Mädchen.

Dabei befanden sich die beiden noch vor drei Jahren in einer schweren Krise. Ende 2017 trennten sich – was Perry an einen Tiefpunkt brachte, wie sie nun erstmals in einem Interview mit dem kanadischen Radiosender «CBC Radio One» erzählt. «Ich habe so viel gegeben, dass es mich fast in zwei Hälften gebrochen hat», schildert die Entertainerin. «Ich habe mit meinem Freund Schluss gemacht, der heute der Papa meines Babys wird.»

Lachen wiedergefunden

Gleichzeitig habe sie sich aufs Release ihres neuen Albums gefreut. «Witness» floppte aber – «also stürzte ich ab», resümiert Perry. «Meine Karriere ging auf und ab. Wenn ich nur eine kleinste Verschiebung hatte, die von aussen nicht so gross aussah, war es für mich seismisch.»

Sie habe ihr Lachen verloren, sinniert sie weiter. Wobei sie nicht wisse, ob ihr Lächeln jemals komplett und authentisch gewesen sei. «Aber ich befand mich lange Zeit auf dem Höhepunkt eines Lachens. Was die Bestätigung, Liebe und Bewunderung von aussen war, und das änderte sich.»

«Sonst wäre ich wohl gesprungen»

Die Erfahrung habe es aber gebraucht. «Es war sehr wichtig für mich, zerbrochen zu sein, damit ich meine Ganzheit auf eine andere Weise fand. Ich wurde mehr als nur ein karrierehungriger Popstar.»

Ihren Schlüssel zum Wandel sei Dankbarkeit gewesen, weiss Perry heute. «Dankbarkeit war wahrscheinlich das, was mein Leben rettete. Denn wenn ich nicht herausgefunden hätte, dass ich mich in meiner eigenen Traurigkeit suhle, wäre ich wahrscheinlich einfach gesprungen.»

Nach ihrer Trennung von Bloom vor drei Jahren fanden die beiden Anfang 2020 wieder zusammen. Im Februar verlobten sie sich. Und wäre die Corona-Pandemie nicht dazwischengekommen, wären sie vermutlich bereits Ehefrau und Ehemann.

Hast du Suizidgedanken?

Hier findest du Hilfe:Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)
Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)
Kirchen (Seelsorge.net)

Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net)
Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch)
Regenbogen – Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch)
Aurora – Gemeinschaft jung verwitweter Mütter und Väter (verein-aurora.ch/)
Familientrauerbegleitung – Begleitung für Familien in Trauer (familientrauerbegleitung.ch)

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