Aktualisiert 02.11.2011 21:18

Zora Ledergerber

«Ich trete aus Respekt zurück»

Zora Ledergerber, die Tochter des Ex-Stapis, ist mit den Grünliberalen als Wahlsieger 2010 in den Zürcher Gemeinderat eingezogen. Jetzt tritt die 38-Jährige schon zurück.

von
Roman Hodel
Zora Ledergeber tritt von ihrem Gemeinderatsamt zurück.

Zora Ledergeber tritt von ihrem Gemeinderatsamt zurück.

Frau Ledergerber, haben Sie bereits genug von der Politik?

Zora Ledergerber: Ganz und gar nicht! Doch ich expandiere mit meiner Firma, die Unternehmen in Sachen Whistleblowing berät, ins Ausland. Deshalb kann ich Beruf und Politik zeitlich nicht mehr unter einen Hut bringen.

Die Grünliberalen waren die Sieger der Stadtzürcher Parlamentswahlen mit Ihnen als bekanntem Gesicht – haben Sie kein schlechtes Ge­wissen gegenüber Ihren Wählern?

Ich trete gerade aus Respekt gegenüber meinen Wählern zurück. Als Politikerin engagiere ich mich und sitze nicht bloss die Zeit ab. Doch das geht nun eben nicht mehr.

Wie behalten Sie den Gemeinderat in Erinnerung?

Als sehr spannend und lehrreich. Allerdings würde ich mir mehr Effizienz wünschen. Zudem stossen wir mit dem Milizsystem an Grenzen – immerhin ist Gemeinderätin zu sein ein 40-Prozent-Job.

Ist somit Ihre politische Karriere vorbei?

Ja, es sieht leider so aus.

Sie bleiben aber bei der GLP?

Selbstverständlich. Auch meine Funktionen etwa im Vorstand der Kreispartei 3 und 9 oder bei den GLP-Frauen werde ich weiterhin ausüben.

Was sagt Ihr Vater Elmar Ledergerber zum raschen Ende der Polit­karriere seiner Tochter?

Er versteht meine Gründe.

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