Aktualisiert 09.10.2012 08:31

Xherdan Shaqiri«Ich übertreibe es nicht»

Am Sonntag mit den Bayern auf der Wiesn, am Montag bei der Nati in Feusisberg. Xherdan Shaqiri gefiel es am Oktoberfest – doch jetzt will er bei der Nati glänzen.

von
S. Compagno & E. Tedesco

Xherdan Shaqiri, gab es eine «Brezn» und eine Mass am Münchner Oktoberfest?

Xherdan Shaqiri: Eine Brezn gab es, auf die Mass Bier habe ich verzichtet. Ich musste nachher noch Autofahren.

Und hat es Ihnen gefallen?

Ja. Die Stimmung war gut. Wir waren mit der ganzen Mannschaft da, viele haben ihre Partnerinnen und Kinder mitgebracht. Es war ein schöner Tag.

Für Uneingeweihte: Wie fühlt sich eine Lederhose eigentlich an?

Die Lederhose wurde für mich angepasst. Im ersten Moment war das ein komisches Gefühl sie zu tragen, vor allem das Einsteigen, also das Anziehen, war komisch. Aber dann habe ich mich rasch dran gewöhnt. Jetzt ist sie wieder im Schrank – und da bleibt sie ein Jahr lang.

Die Bayern haben derzeit allen Grund zum Feiern. Wie fällt Ihre Bilanz nach einem Fünftel der Saison aus?

Das zeigt nur schon der Blick auf die Tabelle: Wir sind auf Platz 1. Aber unser Ziel ist natürlich, dort auch nach dem 34. Spieltag zu stehen.

Und persönlich? Haben Sie damit gerechnet, so viel zu spielen?

Ich habe es gehofft. Mit meinen Leistungen bin ich zufrieden. Ich erhalte viel Einsatzzeit, spüre das Vertrauen des Trainers. Ich gehöre zu den Stammspielern.

Trainer Jupp Heynckes rotiert sehr oft.

Das halte ich für ein gutes Zeichen für mich und die Kollegen. Es zeigt, dass der Trainer Vertrauen in sein Kader hat. Ausserdem kenne ich das vom FC Basel.

Wer Sie in den letzten Wochen spielen sah, der gewann den Eindruck, dass Sie nochmals einen Leistungssprung hinter sich haben.

Ja, ich bin auch der Meinung, dass ich Fortschritte gemacht habe. Das hat sicher auch mit der Erfahrung zu tun, die ich tagtäglich sammle.

Und trotz mehr Erfahrung haben Sie Ihre Unbekümmertheit nicht verloren.

Ich bin unbekümmert, aber ich übertreibe es nicht. Das ist einfach meine Art. Dabei hilft mir sicher, dass ich in der Mannschaft gut aufgenommen wurde und mich gut eingefügt habe. Wir sind eine Einheit und das zeigt sich auch auf dem Platz.

Mit welchen Gefühlen sind Sie zur Nationalmannschaft eingerückt?

Ich will meine Fähigkeiten auch in der Nati zeigen. Ziel ist die WM 2014 und da ist uns mit den Siegen gegen Slowenien und Albanien ein perfekter Start gelungen. Im Moment läuft es gut, aber es kommen noch acht wichtige Spiele. Wir wollen auch am Freitag gegen Norwegen unser Spiel spielen und die drei Punkte holen.

Die Norweger sind eine sehr robuste Mannschaft. Es dürfte ruppig zu und her gehen.

Auch gegen Slowenien und Albanien bekamen wir die Härte des Gegners zu spüren. Wir sind eine Mannschaft, die Fussball spielt. Da ist es klar, dass die Gegner mit einer gewissen Aggressivität zu Werke gehen.

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