Tom Lüthi: «Ich versuche nicht an Plan B zu denken»

Aktualisiert

Tom Lüthi«Ich versuche nicht an Plan B zu denken»

Tom Lüthi startet in Le Mans zum vierten Saison-GP mit grossen Hoffnungen. Im Interview mit 20 Minuten Online spricht er über seine schlechten Starts was er in Frankreich erreichen will.

von
Jörg Caluori

Die Saison ist noch jung. Tom Lüthi lief es in den ersten drei von 17 GP gut. Der vierte Rang in der WM-Wertung macht Hoffnung für mehr. Doch um ganz an der Spitze zu fahren, fehlte bisher immer ein kleines Stück. Lüthi weiss, woran es lag, wie er im Interview mit 20 Minuten Online verrät.

20 Minuten Online: Wie sind Sie mit der bisherigen Saison zufrieden?

Tom Lüthi: Die WM-Wertung stimmt mich positiv, aber ein Podiumplatz fehlt. Ganz und gar nicht zufrieden bin ich mit meinen bisherigen Qualifikationstrainings

und den Startplätzen sowie den Starts, da muss klar mehr kommen.

Die Resultate sind nicht schlecht, aber das Podest lag bisher doch zu

weit weg. Woran liegt das?

Ganz klar an den Startpositionen und den Starts im allgemeinen. Es

müssen viele Dinge zusammenpassen, es ist meist nicht ganz so einfach

wie es nach aussen scheint (lacht). Aber wir wissen was wir tun müssen

und kriegen das schon hin.

Was haben Sie in den letzten Wochen gemacht, um jetzt aufs Podest zu

fahren?

Nichts anderes als sonst. In Le Mans möchte ich nicht weniger gerne

aufs Podest fahren, als dass ich das schon bei den ersten drei Rennen

getan hätte.

Sie galten eigentlich als guter Starter. Doch diese Saison bisher

ging der Start jedesmal in die Hosen. Wieso?

Die Qualifikation lief in den ersten drei Weekends nicht optimal, ich

hatte schlechte Startpositionen. Aber wir wissen wo wir uns verbessern

müssen.

An Le Mans haben Sie gute Erinnerungen. Wieso liegt Ihnen diese Strecke?

Das weiss ich ehrlich gesagt auch nicht so genau. Eigentlich mag ich

lieber flüssige Strecken. Le Mans ist eher «Stop-and-Go» - und das ist

nicht so mein Fall. Trotzdem hat es hier schon zweimal gepasst und ich

stand auf dem Podium, allerdings war das in der 125er Klasse.

Welcher Rang ist Ihr Ziel für Le Mans?

Ich bin Rennfahrer, mein Ziel ist es jedes Rennen zu gewinnen, sonst

müsste ich gar nicht mitfahren. Trotzdem ist es oft wichtig einen Plan B zu haben, aber an den versuche ich nicht zu denken.

In der WM-Wertung sind Sie noch voll dabei. Wieso werden Sie

Weltmeister?

Wir sind bisher drei von 17 Rennen gefahren und mit dem vierten Rang bin

ich nicht ganz unzufrieden. Steter Tropfen höhlt den Stein. Fragen Sie

mich das doch bitte nach der Saisonhälfte nochmals ...

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