Aktualisiert 13.02.2019 09:04

Zürcher Jungpolitiker«Ich wäre ein Döner – betrunken am besten»

Im März wird der Zürcher Kantonsrat gewählt. Auf den Listen stehen auch viele vielversprechende Jungpolitiker.

von
tam
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1734 Kandidaten gibt es für die Zürcher Kantonsratswahlen am 24. März 2019. Davon auch fünf erfolgreiche Jungpolitiker, die mit 20 Minuten über Fast-Food, TV-Shows, Reisen und Politik sprechen.

1734 Kandidaten gibt es für die Zürcher Kantonsratswahlen am 24. März 2019. Davon auch fünf erfolgreiche Jungpolitiker, die mit 20 Minuten über Fast-Food, TV-Shows, Reisen und Politik sprechen.

Keystone/Walter Bieri
Was wäre etwa Benjamin Fischer, Präsident der jungen SVP, wenn er ein Fast-Food-Gericht wäre?  «Ein richtig scharfes Curry.»

Was wäre etwa Benjamin Fischer, Präsident der jungen SVP, wenn er ein Fast-Food-Gericht wäre? «Ein richtig scharfes Curry.»

Rocky89
Der Bestatter ist die Lieblingsserie der 22-jährigen SP-Kandidatin Hannah Pfalzgraf.

Der Bestatter ist die Lieblingsserie der 22-jährigen SP-Kandidatin Hannah Pfalzgraf.

Keystone/Alexandra wey

Unter den insgesamt 1734 Kandidaten, die sich am 24. März zur Wahl für den Kantonsrat stellen, sind über 200 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Wir stellen Jungpolitiker der fünf wählerstärksten Zürcher Parteien vor.

Wahlkreis: Uster

Beruf: Betriebsökonom FH, Präsident Junge SVP

Lieblingsserie: Historische Dokus

Reiseziel: Da ich sehr bald Vater werde, habe ich derzeit keine Pläne.

Dieses Fast Food wäre ich: Ein richtig scharfes Curry.

Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?

Im Bereich Gesundheit und Soziales sehe ich Handlungsbedarf. Die Gesundheitskosten steigen ohne Ende, und die Zuwanderung kostet die Gemeinden viel Geld. Allgemein haben die Gemeinden immer weniger zu sagen und müssen trotzdem mehr Kosten tragen. Dagegen möchte ich mich einsetzen. Ein Anliegen sind mir auch weniger Bürokratie und mehr Freiheit. Unnötige Regeln sind zu verhindern.

Wahlkreis: Affoltern am Albis

Beruf: Projektleiterin, Studentin

Lieblingsserie: Der Bestatter

Reiseziel: Besuch der Endstationen aller Trams und S-Bahnen.

Dieses Fast Food wäre ich: Ein Döner – betrunken am besten.

Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?

Momentan wird besonders in ländlichen Gemeinden konsequent der Service Public abgebaut – etwa Poststellen oder ÖV-Verbindungen weggespart. Zusätzlich bürdet der Kanton den Gemeinden immer mehr finanzielle Lasten auf. Ich möchte mich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Wir müssen es schaffen, dass alle die gleiche Chance auf Selbstverwirklichung und ein Leben in Würde haben.

Wahlkreis: Zürich 3 und 9

Beruf: Teamleiterin Bank

Lieblingsserie: One Tree Hill

Reiseziel: Trip in die Bahamas und nach Las Vegas.

Dieses Fast-Food wäre ich: Hamburger – vielschichtig und gut.

Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?

Der befürchtete Linksrutsch wird zu höheren Staatsausgaben und mehr Bürokratie führen. Das Budget des Kantons sollte aber geschont und nicht ausgebaut werden. Eine Möglichkeit dazu bietet die Digitalisierung, deren Potenzial noch zu wenig genutzt wird. Zudem möchte ich die Stimme der Jungen sein – etwa im stark regulierten Bereich Nachtleben oder beim Taxigesetz mit der Regulierung von Uber.

Wahlkreis: Winterthur-Land

Beruf: Bankkauffrau

Lieblingsserie: Serien sind nicht so mein Ding, Talkshows schon.

Reiseziel: London mit dem Zug.

Dieses Fast Food wäre ich: Falafel-Wrap – Gemüse für den Körper und fettige Sauce für das Gemüt.

Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?

Man pfeift auf Umwelt- und Klimaschutz. Kapitalinteressen verhindern im Kantonsrat eine ökologische Wende. Ich möchte mich deshalb unter anderem für nachhaltige Ernährung und Sharing Economy einsetzen. Bisher rennt die Politik der Gegenwart hinterher. Die zukünftigen Herausforderungen lassen sich nicht mit dem Gedankengut der 1970er-Jahre angehen.

Wahlkreis: Uster

Beruf: Informatikstudent

Lieblingsserie: Simpsons

Reiseziel: Städte, die mit dem Zug erreichbar sind.

Dieses Fast Food wäre ich: Momos sind lecker und sowohl vegan als auch mit Fleisch erhältlich.

Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?

Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat ist im Moment nicht gewillt, Massnahmen gegen den Klimawandel und für den Naturschutz zu ergreifen. Für mich ist ein ökologischer Kanton mit einem guten Velowegnetz, besseren ÖV-Verbindungen und sinnvollem Recycling wichtig. In Schulen soll der Erfolg nicht davon abhängen, wie viel Geld den Eltern zur Verfügung steht.

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