Aktualisiert 07.11.2013 18:49

Roger Federer

«Ich war noch nie so gut in Mathe»

Roger Federer hat gegen Richard Gasquet die Pflicht erfüllt. Der Schweizer freut sich über einen «grossen Sieg» und hofft, dass am Samstag nicht die grosse Rechnerei beginnt.

von
pre

Roger Federer feiert gegen Richard Gasquet im zweiten Gruppenspiel der World Tour Finals einen verdienten 6:4, 6:3-Erfolg. Damit kann sich der Schweizer am Freitag mit einem Sieg gegen Juan Martin Del Potro aus eigener Kraft für den Halbfinal qualifizieren. Trotz des klaren Sieges war der seit Tagen leicht erkältete Federer nach der Partie nicht wirklich zufrieden.

«Es war ein ‹Chrampf›. Ich versuchte aggressiv zu spielen, aber das funktionierte leider nicht immer. Ich habe mich nie ganz richtig wohl gefühlt», sagte der Baselbieter nach der Partie an der Pressekonferenz. Federer hatte Gasquet zwar im Griff, doch noch immer unterliefen ihm zu viele unerzwungene Fehler. 30 musste er sich nach 1:21 Stunden notieren lassen. Dennoch gab es Grund zur Zufriedenheit: Service und Defensiv-Spiel seien besser gewesen als gegen Djokovic.

Federer war die Erleichterung über den Sieg anzumerken. «Es war ein hartes Match, der Druck war nach der Startniederlage immens», gab er zu bedenken und sprach von einem «grossen Sieg». Solche Erfolge, ohne Satzverlust gegen einen Topspieler, seien für ihn in dieser Phase enorm wertvoll.

Bloss keine Rechnerei

Nun steht nur noch Del Potro zwischen Federer und dem fünften Halbfinal in Folge in der Londoner O2-Arena. Nach dem Sieg in Paris ist der sechsfache Masters-Sieger zuversichtlich, dass es mit der Halbfinal-Qualifikation klappt.

«Ich hoffe, dass ich mich bis am Samstag noch ein bisschen erholen werde, auch von der Erkältung. Del Potro ist ein schwieriger Gegner, aber es ist nicht Djokovic oder Nadal.»

Federer hofft, dass nach der Partie vom Samstag nicht wieder die grosse Rechnerei beginnen wird. Vor einem Jahr wussten nach dem letzten Gruppenspiel weder er noch sein damaliger Gegner Del Potro, ob sie jetzt bereits im Halbfinal stehen oder eben nicht. «Ich war noch nie so gut in Mathe», sagte der Schweizer nun im Interview mit dem SRF. «Mit Stan habe ich schon ein bisschen gewerweisst, was er braucht und was ich brauche. Aber Ende möchte ich das andern überlassen und mich aufs Tennisspielen konzentrieren. Das kann ich schliesslich am besten.» Und Federer weiss: Ein Sieg reicht für die Halbfinal-Qualifikation.

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